Ladenbau Spar Gourmet: Für Gourmets
 
Ladenbau Spar Gourmet

Für Gourmets

Johannes Brunnbauer
Direktor Erich Glaser präsentiert ein neues Feinkost-Konzept. © Johannes Brunnbauer
Direktor Erich Glaser präsentiert ein neues Feinkost-Konzept. © Johannes Brunnbauer

Nach der Meinl-Übernahme gewann Spar dessen elitären Kundenkreis mit dem Gourmet-Konzept für sich. Am neuen Standort Schwarzenbergplatz wird nun seit Kurzem die jüngste Feinkost-Generation präsentiert.

"Als wir im Jahr 2000 die 76 Meinl-Standorte übernommen haben, standen wir vor der Frage, wie wir den typischen Meinl-Kunden zu einem Spar-Kunden machen können", erinnert sich Direktor Erich Glaser, Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten, an die Geburtsstunde des feinkostorientierten Spar-Gourmet-Konzeptes zurück. Dieses baute im Wesentlichen auf das damalige Meinl-Konzept auf, wurde von der hausinternen Bauabteilung bei Spar jedoch überarbeitet und den Bedürfnissen des Marktes angepasst: „Die wenigsten Kunden benötigen eine derart große Sortimentsauswahl, wie sie bei Meinl geboten wurde. In unseren Spar-Gourmet-Märkten bieten wir den Kunden ein exklusives Sortiment, einen Top-Service der Mitarbeiter sowie ein ansprechendes Ambiente im Ladenlayout", bringt Glaser den USP des Gourmet-Konzeptes auf den Punkt. Rund 30 der ehemaligen Meinl-Filialen wurden nach der Übernahme auf die Feinkost-Schiene der Spar umgestellt, die restlichen Standorte wurden zu Spar-Märkten umgebaut.

Individuelle Planung


Seither wurde das Spar-Gourmet-Ladenbaukonzept mit jeder neuen Filiale weiterentwickelt, denn die meisten Filialen befinden sich in Wien, wie Glaser erklärt: „Natürlich gibt es die sogenannten ‚Mustermärkte‘. Wenn man auf der grünen Wiese baut, können sie umgesetzt werden." Im innerstädtischen Bereich, wie auch am jüngsten Standort, dem Wiener Schwarzenbergplatz 16, sind die zur Verfügung stehenden Flächen jedoch begrenzt und daher die einzelnen Ladenbaumodule nicht duplizierbar. Jeder einzelne Spar-Gourmet wird deswegen individuell geplant und eingerichtet. Und auch die Mitarbeiter in den Filialen geben ihre eigenen sowie die Verbesserungsvorschläge der Kunden bekannt, um durch deren Umsetzung in der nächsten Planung die Zufriedenheit aller Beteiligten zu erhöhen.

Fokus auf Convenience


Insgesamt zehn Wochen hat die Errichtung der neuen und mittlerweile 51. Spar-Gourmet-Filiale am Schwarzenbergplatz gedauert. Die Unterteilung des Verkaufsraumes (580m2) entspricht im Wesentlichen den Vorgaben des Spar-Supermarktkonzeptes, der Fokus liegt an diesem Standort jedoch verstärkt bei den Lebensmitteln, aufgrund der höheren Anzahl an Mittagskunden vor allem im Convenience-Bereich. Reduziert ist hingegen das Angebot bei Non Food 1, und auch S-Budget-Artikel werden aufgrund der exklusiven Feinkost-Positionierung in weniger großen Umfang als in den Spar-Märkten angeboten. Wie in den Spar-Filialen eröffnet auch die Gourmet-Schiene das Geschäft mit der Frische-Abteilung, die Obst und Gemüse, Fleisch und Wurstwaren, Mopro, ein eigenes Käsekühlregal und die Feinkost umfasst. Unmittelbar neben der Feinkost befindet sich die exklusive Weinabteilung. Im Anschluss folgt das Trockensortiment, vor dem Kassenbereich ist die TK-Abteilung platziert.

Frisches Image


Eine der wesentlichsten Innovationen am Standort Schwarzenbergplatz ist die neu konzipierte Spar-Gourmet-Feinkostabteilung. „Wir wollten unseren Filialen ein jüngeres, frischeres Image verleihen", so Glaser, weshalb das Unternehmen einen Gestaltungswettbewerb für die Feinkost ausgeschrieben hat, aus dem das Projekt der Firma Vrana als Sieger hervorging. Entsprechend deren Entwurf wird die Feinkostrückwand ab nun in allen neuen bzw. renovierten Filialen im Farbton Driftwood ausgeführt, einzelne limonengrüne Felder, die für frisches Image sorgen, grenzen die einzelnen Feinkost-Abteilungen voneinander ab. Aus Platzgründen musste die Feinkost am Schwarzenbergplatz als Karreelösung konzipiert werden, weshalb einige neue Elemente der Feinkostrückwand an diesem Standort noch nicht umgesetzt werden konnten. Sie sind erst nach der nächsten Wiedereröffnung, Ende Juli in Krems, zu bewundern: „In der Rückwand wird der Schriftzug der jeweiligen Feinkost-Abteilungsbezeichnung ausgefräst und mit integrierten LEDs hinterleuchtet, zudem werden die Abteilungen durch Motivbilder gekennzeichnet", bietet Glaser einen Vorgeschmack.

Das Wohlgefühl der Kunden


Die Feinkost ist zugleich das Herzstück des Spar-Gourmet-Marktes, die weitere Marktgestaltung orientiert sich daher in der Farbgebung an ihr. So ist auch das neu konzipierte Weinregal im Farbton Driftwood gehalten, eine rote Dekorumrahmung sowie eine eigene Bodenfliese betonen den Abteilungscharakter und grenzen den Bereich vom restlichen Geschäft ab. Für Wohlgefühl sorgt im ganzen Geschäft der warme Vanilleton der Wände. Zudem wirkt sich die helle, tageslichtähnliche Beleuchtung, die durch die ideale Beleuchtungsstärke und eine angenehme Lichttemperatur geschaffen wird, positiv auf die Stimmung der Kunden aus.

Ergonomische Einkaufskörbe


Weitere Besonderheiten am Schwarzenbergplatz sind neben der neu konzipierten Feinkost und dem Weinregal neue Einkaufswägen, die auch als Einkaufskörbe zu verwenden sind. Der Korb lässt sich durch einfaches Ein- bzw. Aushängen leicht am Fahrgestell auf- oder abmontieren. Aufgrund seiner ergonomisch geschwungenen Form bietet er ein angenehmes Tragegefühl und eignet sich daher als Einkaufskorb besonders für die kleinen Besorgungen.

Sehr kundenfreundlich ist zudem der Bankomat im Foyer, der den Kunden während der Öffnungszeiten zur Verfügung steht.

Energieeffiziente TK


Der kostenintensivste Teil war wie üblich die gesamte Kälteanlage, deren Kosten bis zu 40 % der gesamten Ladenbauinvestition betrugen. Die innerstädtische Lage verursachte insofern einen vermehrten Aufwand, als der Maschinenraum bzw. die Kältekondensatoren nur am Dach bzw. im Keller unterzubringen waren und auch für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen gesorgt werden musste.

Bei den Tiefkühlgeräten setzt Spar auch in der Goumet-Schiene schon ganz auf eine energieeffiziente Geschäftsausstattung. Durch eine nanobeschichtete Folie am Glas der Tiefkühlgeräte wird der Energieverbrauch reduziert. Insgesamt kann Spar in allen Filialen dadurch bis zu 1.200 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Starker Kundenservice


Nicht sparen will Spar Gourmet hingegen beim Service für die Kunden. Denn die Spar testet zwar schon den Einsatz von Self-Checkout-Kassen in einigen Märkten, bei Spar Gourmet werden sie jedoch nicht eingesetzt werden, wie Glaser meint: „Self-Checkout-Kassen bzw. die ganze Retail-Technologie ist etwas, das vom Handel in Zukunft sicher noch verstärkt genutzt wird. Für unsere Spar-Gourmet-Standorte planen wir das allerdings nicht, da wir hier noch stärker als in den Spar-Märkten auf Kundenservice setzen, das gilt auch für den Bezahlvorgang."

Format der Zukunft


Dass das feinkost- und service-orientierte Konzept von Spar Gourmet ein Format der Zukunft ist, beweist nicht nur die Neueröffnung des Standortes am Schwarzenbergplatz, sondern auch die geplanten Modernisierungen bereits bestehender Geschäfte. Bereits Ende Juli findet die Wiedereröffnung des ebenfalls auf das neue Feinkostkonzept umgestellten Spar-Gourmets in Krems statt, ab September jene des Geschäfts in der Wiener Krottenbachstraße.

Der Außenauftritt des Spar Gourmet am Schwarzenbergplatz © Spar
Spar
Der Außenauftritt des Spar Gourmet am Schwarzenbergplatz © Spar


Die Farbtöne Limonengrün und Driftwood verleihen der Feinkost ein frisches Image. © Johannes Brunnbauer
Johannes Brunnbauer
Die Farbtöne Limonengrün und Driftwood verleihen der Feinkost ein frisches Image. © Johannes Brunnbauer


Rund 320 Artikel umfasst das exklusive Sortiment der neu konzipierten Weinabteilung. © Johannes Brunnbauer
Johannes Brunnbauer
Rund 320 Artikel umfasst das exklusive Sortiment der neu konzipierten Weinabteilung. © Johannes Brunnbauer


Rundherum frisch zeigt sich die Obst- und Gemüseabteilung. © Johannes Brunnbauer
Johannes Brunnbauer
Rundherum frisch zeigt sich die Obst- und Gemüseabteilung. © Johannes Brunnbauer


Marktleiter-Stellvertreterin Ivana Stepanovic führt die einfache Handhabung der neuen Einkaufswägen vor. Ebenfalls sehr kundenfreundlich: der Bankomat im Foyer. © Johannes Brunnbauer
Johannes Brunnbauer
Marktleiter-Stellvertreterin Ivana Stepanovic führt die einfache Handhabung der neuen Einkaufswägen vor. Ebenfalls sehr kundenfreundlich: der Bankomat im Foyer. © Johannes Brunnbauer
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