Gastkommentar Kristina Schmitz: Das richtige ...
 
Gastkommentar Kristina Schmitz

Das richtige Shopsystem führt zu einem verbesserten Einkaufserlebnis

Kristina Schmitz
Kristina Schmitz

Die Wahl des passenden Shopsystems beeinflusst nicht nur den Umsatz, sondern wirkt sich auch positiv auf die Kundenbeziehung aus. Dafür gibt es unterschiedliche Lösungen.

Früher waren es Geschäfte in ausgefallenem Boutique-Stil und freundliches Verkaufspersonal, heute sind es Online-Shops, die Laufkundschaft zu Stammkundschaft machen. Sie inspirieren den Kunden, online einzukaufen und letztendlich auch beim Check-out Prozess von seinem Einkauf überzeugt zu sein. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen bei ihrem Shopsystem nichts dem Zufall überlassen. Anhand des Shopsystem-Guides 2020 des Online-Payment-Anbieters Mollie schauen wir uns an, welches Shopsystem für welchen Online-Shop geeignet ist und wie sich somit die Einkaufserfahrung für Kunden entscheidend verbessern lässt.

Das Shopsystem repräsentiert das Unternehmen

Wie auch in der realen Welt muss ein Shop der Unternehmensstrategie angepasst werden. Um ein Shopsystem zu wählen, das genau auf die Wünsche des Unternehmens zurechtgeschnitten ist, sollte zunächst definiert werden, was die Wünsche der Kunde sind. Dies ist bei Online-Shops stark produkt- und größenabhängig. Hier spielen auch die Art der Software, mit der ein Shopsystem genutzt wird, beziehungsweise gehostet wird, eine große Rolle. Hier wird zwischen folgenden Lösungen entschieden:
  • SaaS (Software as a Service)
  • Open-Source
  • Open-Premise
  • Komplettlösung Open-Source/SaaS & On-Premise
SaaS (Service as a Software) bietet sich aufgrund von geringem Installationsaufwand und externem Hosting für Start-ups beziehungsweise Firmen mit spezifischem Produktsortiment an. Das Shopsystem wird hier cloudbasiert zur Verfügung gestellt und entweder monatlich, jährlich oder on demand bezahlt. Nach einer Art Baukastenprinzip kann der Shop nach Belieben gestaltet werden. Hier gibt es jedoch einige Einschränkungen, da die Software auf Vorgaben des Anbieters beschränkt ist. Eine besonders beliebte SaaS-Lösung in Österreich ist Jimdo. Das Shopsystem kommt oftmals im Einzelhandel und der Gastronomie zum Einsatz.

Möchte man seinen Kunden ein komplexeres Shopsystem-Setting anbieten, empfiehlt sich eine Open-Source oder On-Premise Lösung. Diese Shopsysteme sind individuell anpassbar und mit höheren Sicherheitsstandards ausgestattet.  Hier erfreut sich der Anbieter Shopware in Österreich großer Beliebtheit.

Unternehmen, die sich in einer starken Wachstums- beziehungsweise Umbruchphase befinden, bevorzugen oftmals eine Komplettlösung, die in 3 Varianten erhältlich ist. So kann das Unternehmen beispielsweise zunächst eine SaaS-Lösung nutzen, jedoch flexibel auf komplexere Lösungen umsteigen, falls dies aufgrund eines Strategiewechsels, wie eine internationale Expansion, erforderlich ist. Ein Shopsystem-Wechsel, inklusive einer Neuinstallation, ist in diesem Fall nicht mehr nötig, was eine enorme Zeitersparnis darstellt.

Shopsysteme, die keine Kundenwünsche offen lassen

Sobald das Shopsystem auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt wurde, ist es an der Zeit, den Konsumenten in das Blicklicht zu rücken. Denn die User Experience (UX) während des Einkaufserlebnisses ist ein wichtiger Bestandteil des Sales-Funnels und trägt oftmals dazu bei, dass der Kunde beim Check-out-Prozess den Vorgang mit einem Kauf ohne Zögern abschließt. Ein Shopsystem, das die UX ganzheitlich zufriedenstellend gestaltet, vermittelt nicht nur einen seriösen Eindruck vom Unternehmen, sondern weckt auch Vertrauen in das Produkt und den bevorstehenden Einkauf. Es muss nicht nur gewährleistet sein, dass der Kunde unkompliziert jeden Schritt des Bestell- und Bezahlvorgangs ausführen kann, sondern seinen Online-Einkauf auch als Konsumerlebnis betrachtet. Grundsätzlich gilt: Je schneller sich der Einkaufsvorgang abwickeln lässt, desto höher stehen die Chancen für das Unternehmen, direkte Conversions zu erreichen. Jedoch gilt auch dasselbe für die eigentliche "Time on Page", die ihr Kunde in ihrem Online-Shop verbringt. Denn eine gute Einkaufserfahrung und eine ansprechende Produktpräsentation dient dem Kunden oft als Inspiration und wirkt sich verkaufsfördernd aus.

Welches Einkaufserlebnis erwartet sich der Kunde?

Die Erwartungen eines Kunden können nur individuell nach Unternehmen und Branche definiert werden. Auch die Auswahl an Produkten ist hier sehr entscheidend. Handelt es sich um ein Start-up mit limitierter Produktanzahl, kauft der Kunde vermutlich viel gezielter ein, was seine Erwartungen auf einen simplen, schnellen Einkaufsvorgang beschränkt. Ein SaaS-Shopsystem bietet in diesem Fall die beste Einkaufserfahrung, da es eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung des Einkaufs verspricht.

Anders verhält es sich bei Onlineshops mit Open-Source-Lösungen. Hier kauft der Kunde vermutlich mehr ein, beziehungsweise möchte ein komplexeres Produkt erwerben. Der Kunde erwartet sich hier eine Multishopfunktionalität, eine responsive Designarchitektur, beziehungsweise eine ansprechende Ästhetik. Eine Plugin-Vielfalt, wie beispielsweise eine Bewertungsfunktion, Sitemap oder Chatbots, verbessert die Nutzererfahrung.


Auch zeichnet sich bei den einzelnen Lösungen ein Unterschied hinsichtlich der Schnelligkeit ab, da Shopsysteme unterschiedlich gehostet werden können. Schnelligkeit ist jedoch ein absolutes Must-have bei der Erwartung des Online-Kunden. So muss abgewägt werden, ob die Geschwindigkeit des Internets zugunsten anderer Features leiden kann. Alle diese Fragen lassen sich mit einer genauen Zielgruppen-Definition schnell beantworten. Sobald die Erwartungshaltung des Kunden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden kann, wurde das richtige Shopsystem ausgewählt!

Ad Personam

Kristina Schmitz ist seit 2019 Marketing-Managerin für die DACH-Region bei Mollie, einem europäischen Payment Service Provider aus den Niederlanden mit deutscher Niederlassung in München. Das Unternehmen wurde 2004 in den Niederlanden von Adriaan Mol gegründet und hat seinen Hauptsitz in Amsterdam mit weiteren Niederlassungen in Belgien, Frankreich und Deutschland in München und Kiel. Heute beschäftigt Mollie rund 275 Mitarbeiter. Etwa 100.000 Kunden wickeln europaweit ihren Online-Zahlungsverkehr über die cloudbasierte Plattform ab. Kristina hat einige Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Marketing und E-Commerce bei internationalen Start-ups und Scale-ups, die nach Deutschland expandieren.

stats