Gastro-Data: Die Details der Schwierigkeiten ...
 
Gastro-Data

Die Details der Schwierigkeiten im Gastro-Großhandel

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Dass der Gastro-Großhandel unter der Coronaviruspandemie massiv leidet, ist hinlänglich bekannt. Nun liefert das Marktforschungsunternehmen Gastro-Data konkrete Zahlen zum Ausmaß des Einbruchs.

Eigentlich ist es ganz gut gestartet, das Jahr 2020. Laut Zahlen von Gastro-Data verzeichnete der österreichische Gastro-Großhandel (C&C-Märkte plus Zustellung) in den Monaten Jänner und Februar 2020 ein Umsatzplus von 7,1 bzw. 6,4 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten. Darin enthalten sind die Daten von AGM, Eurogast Österreich, Metro, C+C Wedl, Kastner und Transgourmet, sodass Gastro-Data gemäß Eigenaussage eine Marktabdeckung von 85 bis 90 Prozent erreicht. Doch dann erreichte das Coronavirus im März 2020 Österreich mit voller Wucht, sodass der österreichische Gastro-Großhandel in diesem Monat um 39,1 Prozent einbrach. Es folgte der April 2020 mit einem noch größeren Einbruch von 71,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Angesichts dieser massiven Rückgänge verlief der Sommer 2020 sogar einigermaßen "normal". Im Juli und August 2020 gab es Umsatzeinbrüche von "nur" 3,4 bzw. 7,3 Prozent. Doch die Lockdowns im November und Dezember 2020 bekam der Gastro-Großhandel wieder voll zu spüren. Die Folge waren Umsatzrückgänge um 59,0 und 64,6 Prozent. Für das Jahr 2020 bilanziert der österreichische Gastro-Großhandel somit mit einem Umsatzminus von 27,8 Prozent.
Das entspricht in etwa dem identen Wert des Gastro-Großhandels in Deutschland, wo es laut Gastro-Data einen Umsatzrückgang um 27,3 Prozent gab. Etwas besser erwischte es der Gastro-Großhandel in der Schweiz, wo ein Umsatzminus von "nur" 13,2 Prozent zu Buche steht.  

Gastro-Data liefert aber auch Zahlen zu den einzelnen Bundesländern. Demnach verbuchte 2020 der Gastro-Großhandel in Wien das größte Umsatzminus (minus 36,6 Prozent), gefolgt von Salzburg (minus 31,3 Prozent) und Tirol (minus 29,7 Prozent). Ebenfalls aufgeschlüsselt hat Gastro-Data die österreichweiten Rückgänge in den Vertriebsschienen Abholung (minus 20,2 Prozent) und Zustellung (minus 31,3 Prozent). Sortimentsmäßig gab es die größten Einbrüche österreichweit übrigens bei alkoholischen Getränken (minus 35,4 Prozent), Frischfisch (minus 32,1 Prozent) und alkoholfreien Getränken (minus 30,8 Prozent).
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