VKI/AMA: Geflügelfleisch im Test
 
VKI/AMA

Geflügelfleisch im Test

AMA/AIZ/APA-Fotoservice/Schedl
 v.l.n.r.: Martin Greßl (Qualitätsmanager der AMA-Marketing), Birgit Beck (VKI), Franz Floss (GF VKI) © AMA/AIZ/APA-Fotoservice/Schedl
v.l.n.r.: Martin Greßl (Qualitätsmanager der AMA-Marketing), Birgit Beck (VKI), Franz Floss (GF VKI) © AMA/AIZ/APA-Fotoservice/Schedl

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in Kooperation mit der AMA-Marketing 21 Geflügelfleisch-Produkte auf deren Herkunft sowie auf Keime und Tierarzneimittel untersucht.

Die Ergebnisse sind wenig erfreulich und zeigen, wie wichtig ein durchgängiges Qualitätsmanagement bei dieser sensiblen Warengruppe ist. Drei von den 21 Proben der aktuellen Untersuchung wiesen gravierende Mängel auf und wurden sogar als gesundheitsschädlich eingestuft. Sogar bei einem höherpreisigen Bio-Produkt gab es Spuren von Salmonellen und Campylobacter, der als gefährlicher als Salmonellen eingestuft wird.

"Nicht nur die Hersteller sind hier gefordert, sondern auch der Handel. Denn eine Überprüfung der Lager- und Kerntemperatur beim Einkauf der Proben in Wien und Niederösterreich ergab, dass fast die Hälfte der untersuchten Produkte nicht ausreichend gekühlt war", erklärt Ing. Franz Floss, Geschäftsführer des VKI eine häufige Ursache für das Keimvorkommen auf Geflügelfleisch.  

"Geflügelfleisch ist ein sensibles Lebensmittel und verlangt daher einen besonderen Umgang - vom Landwirt bis zum Koch. Dieser Test des VKI zeigt, wie wichtig eine ganzheitliche Qualitätssicherung entlang der gesamten Produktionskette ist. Genau dafür steht unser AMA-Gütesiegel. Wir sorgen für Qualität vom Stall bis in die Theke", erklärte heute Martin Greßl, oberster Qualitätsmanager der AMA Marketing.

Drei Tipps – Sichere Zubereitung von Geflügel:

1. Kühlen: Beim Einkaufen Kühltasche verwenden bzw. den Einkauf so rasch wie möglich in den Kühlschrank geben. Separate Gefäße für rohe Lebensmittel
verwenden und darauf achten, dass der Kühlschrank kalt genug eingestellt ist.
Geflügel sollte bei max. 4 Grad Celsius gelagert werden.

2. Sauberes Arbeiten: Hände vor dem Kochen und nach jedem Hantieren mit rohen Lebensmitteln waschen, damit Keime nicht auf Lebensmittel übertragen werden, die nicht mehr erhitzt werden (z.B. Salat). Beim Kochen für rohes Fleisch und Salat unterschiedliche Küchengeräte verwenden. Alles, was mit rohem Fleisch in Verbindung gekommen ist, danach sofort und gründlich reinigen.

3. Durcherhitzen: Hohe Temperaturen töten Salmonellen oder andere Keime wie etwa Campylobacter zuverlässig ab.

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