FSG: Geldkürzungen schaffen keine Lehrplätze
 
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Geldkürzungen schaffen keine Lehrplätze

Die Jugend der Wiener Gruppe der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter beklagt, dass immer weniger Wiener Betriebe Lehrlinge ausbilden.

„Immer weniger Wiener Betriebe bilden Lehrlinge aus und gleichzeitig klagen die Arbeitgeber über einen Mangel an Fachkräften. Gerade nun will die Regierung Jugendlichen über 18 Jahre die eine Überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen (ÜBA) besuchen ihr Einkommen halbieren“, kritisiert Carina Köpf, Vorsitzende der FSG-Wien-Jugend, in einer Aussendung.

Köpf bezieht sich darauf, dass die Bundesregierung und die Wirtschaftskammer Österreich Einsparungen durchführen wollen. Das Einkommen der Lehrlinge über 18 Jahre soll massiv gekürzt werden, von 753 Euro auf 325,80 Euro. Köpf: „Kürzungen in den ÜBA lösen weder den Fachkräftemangel, noch schafft die Bundesregierung damit einen einzigen Lehrplatz. Die türkis-blaue Regierung sollte sich eher überlegen, wie sie junge Menschen besser in Betriebe vermitteln können und mehr Betriebe dazu auffordern, Lehrlinge auszubilden.“

Deswegen fordert die FSG-Wien-Jugend ein „klaren Bekenntnis“ der Bundesregierung zur überbetrieblichen Ausbildung, solange es nicht für jeden Jugendlichen einen geeigneten Lehrplatz gebe. Man wehre sich vehement dagegen, dass bei Jugendlichen, die jetzt schon am Rande des Existenzminimums lebten, Kürzungen vorgenommen werden.
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