Markant: Gemeinsam mehr erreichen
 
Markant

Gemeinsam mehr erreichen

Beim 6. Markant Infotag am 18. Oktober 2017 legte das Unternehmen aktuelle Zahlen und Ziele für die nächsten Jahre vor. 2025 will die Markant in 24 Ländern tätig sein.

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Markant steuert auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zu – in den ersten drei Quartalen konnte ein Wachstum des Regulierungsumsatzes von 6,8 Prozent erreicht werden. Derzeit arbeitet das Unternehmen mit 38 Handels- und rund 1.500 Industriepartnern zusammen. Thomas Zechner, seit September 2017 Geschäftsführer Markant Österreich, sieht die Herausforderungen des Unternehmens vor allem in der Effizienzsteigerung, „in Bereichen, die der Endkunde oft gar nicht sieht“. So etwa bei den Stammdaten. Der Zentrale Artikelstamm verfügt bereits über mehr als 120.000 Produkte, für 53 Prozent dieser Artikel stellt die Markant Media Base hochwertige Bilddaten zur Verfügung. Und auch die Datenbank MAPIS (Marken Aktionspreis-Informations-System) weist bereits 300.000 Aktionen im Food- als auch Non-Food-Bereich auf. Die Zahl der erfassten Aktionen konnte seit dem Start 2015 verdoppelt werden.

Wie Franz Friedrich Müller, Geschäftsführer der Markant AG, betont, möchte Markant „in den nächsten Jahren ein solideres Datenfundament schaffen“, für den stationären als auch Onlinehandel. Nach Müller „sollen die Daten die gleiche Qualität wie das dazugehörende Produkt haben“. Noch leide man unter den Fehlern bei den Datensätzen, die von der Industrie gemacht werden. Bei den Stammdaten verfolge man eine sogenannte „Multipool Strategie“: Vorhandende Daten werden mit nationalen Datenpools ergänzt. Der Lieferant kann dann entscheiden, mit welcher Quelle er arbeiten will.

Europa als Wirtschaftseinheit
Nach Müller möchte das Unternehmen 2025 in 24 Ländern tätig sein. Die Expansion der Mitglieder von Markant wird unter anderem von MAPIS unterstützt: Kaufland etwa, in Europa in sieben Ländern vertreten, möchte in zwei Jahren in Australien starten. „Wir fangen schon jetzt mit der Erfassung von australischen Sortimenten an“, so Müller, „damit wir wissen, mit welchen Produkten und Preisen gearbeitet wird.“ Kritisch sieht Müller derzeit den Entwicklungen in Osteuropa entgegen. Nationalistische Kräfte erschweren den internationalen Handel. Jedoch glaubt Müller wieder „an eine Öffnung der Märkte in diesen Ländern“, auch „wenn es nicht so schnell geht, wir das gerne hätten“. Aufgrund der wachsenden Macht von China beschwört Müller die Einheit der europäischen Wirtschaft: „Wir sind Europäer und möchten auch Europäer bleiben. Wir hoffen, dass wir uns auch nicht immer weiter von der europäischen Idee entfernen. Die Wirtschaft hat Interesse daran, dass Europa eine Einheit bleibt.“

Letztendlich sieht man sich nach Björn Löhrmann, Einkauf Food International bei der Markant AG, als Full Service Provider. Löhrmann: „Bei uns liegt der Fokus auf Prozessoptimierung, höchste Datenqualität und Transparenz. Wir begleiten unsere Partner in neue Länder, in denen sie jederzeit auf die Dienstleistungen der Markant zurückgreifen können.“ Mit NKS bietet Markant zudem ein System der Vorfinanzierung an, das vor allem für Lieferanten gedacht ist. Bei finanziellen Engpässen erhalten die Lieferanten Mittel innerhalb eines Tages. „Das natürlich nicht kostenlos, aber schneller und billiger als bei einer Bank“, stellt Müller klar.
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