Rewe International: Gewaltprävention in Rewe-...
 
Rewe International

Gewaltprävention in Rewe-Filialen

Rewe International AG / Harson
V.l.n.r.: Karl Gietler, MBA – Stv. Vorsitzender Konzernbetriebsrat der Rewe International AG; Frank Hensel – Vorstandsvorsitzender Rewe International AG; Innenminister Wolfgang Sobotka; General Karl Mahrer, BA – Landespolizeivizepräsident Wien © Rewe International AG / Harson
V.l.n.r.: Karl Gietler, MBA – Stv. Vorsitzender Konzernbetriebsrat der Rewe International AG; Frank Hensel – Vorstandsvorsitzender Rewe International AG; Innenminister Wolfgang Sobotka; General Karl Mahrer, BA – Landespolizeivizepräsident Wien © Rewe International AG / Harson

Laut einer Befragung fühlt sich ein Drittel der Rewe-Mitarbeiter am Arbeitsplatz in der Filiale nicht sicher – die Geschäftsleitung, der Betriebsrat und das LPD Wien griffen umgehend ein. Es wird ab Herbst ein E-Learning-Tool geben, das die Mitarbeiter unter anderem auch rechtlich schulen wird.

Karl Gietler, Billa-Betriebsrat und Projektinitiator auf Rewe-Seite, berichtete von dem Umfrageergebnis, und teilte mit, dass man von Seiten des Konzerns gemeinsam mit der Landespolizeidirektion sofort Maßnahmen ergriffen hat, um das Sicherheitsempfinden zu erhöhen. Betroffen waren zunächst so genannte Hotspot-Filialen in Wien (vorerst Billa, Bipa, Penny). Eine Umfrage unter über 400 Mitarbeitern ergab eine hohe psychische Belastung der Mitarbeiter aufgrund von Strafdelikten: So wurde etwa ein Drittel der Befragten schon einmal von Kunden attackiert, fast die Hälfte sieht sich durch solche Übergriffe in der Arbeit psychisch belastet und stuft ihr subjektives Sicherheitsgefühl als wenig oder nicht sicher ein.

Ein E-Learning-Tool hilft mit

Gemeinsam mit dem Bundesministerium und der Landespolizeidirektion Wien wurden Mitarbeiter der betroffenen Filialen in Gewalt-Präventionsmaßnahmen geschult: Man übte spielerisch mögliche Szenarien, um von Experten der Wiener Polizei das richtige Verhalten in Gefahrensituationen zu erlernen. Rund 500 Mitarbeiter von Billa, Merkur, Penny und Bipa konnten bereits ihr subjektives Sicherheitsempfinden durch zahlreiche Schulungsmaßnahmen erhöhen. Aufgrund des Erfolges in Wien wird das Projekt ab Herbst 2017 auf alle Filialen des Rewe-Konzerns in allen Landeshauptstädten ausgerollt und mit einem E-Learning-Tool abgerundet. Das speziell für Angestellte in Handelsbetrieben vorgesehene webbasierte Tool soll die Anwender insbesondere hinsichtlich rechtlicher Fakten und Vorgangsweisen zur Verhinderung von strafbaren Handlungen wie Ladendiebstahl, Raub oder Falschgeldverbreitung informieren.
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