Consumer Goods Forum (CGF): Greenpeace Attack...
 
Consumer Goods Forum (CGF)

Greenpeace Attacke bei CGF Global Summit

Dagmar Lang
© Dagmar Lang
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Da staunten die meisten Teilnehmer nicht schlecht: Beim Global Summit des Consumer Goods Forum (CGF) in Vancouver besetzten Aktivisten von Greenpeace den Eingang; die 950 Teilnehmer wurden durch eine Seitentüre geschleust.

Greenpeace fordert die Ankündigung des CGF, die Abholzung des Regenwaldes bis 2020 zu beenden, ein. „Um die Klimakatastrophe und den ökologischen Niedergang zu stoppen, haben die Firmen eine starke Wahl: entweder sie ändern ihr Geschäftsmodell oder sie sperren zu.“ Greenpeaces Forderung, die Tagesordnung des Kongresses zu ändern und sich ausschließlich dem Thema „Ende der Abholzung“ zu widmen, wurde vom Veranstalter – wie erwartet – nicht umgesetzt. Doch etwas überraschend las Ian Cook, CEO von Colgate Palmolive und CGF Chairman, seine sehr allgemein gehaltene Eröffnungsrede unverändert vom Blatt ab, ohne auf die Aktivisten einzugehen. Erst Peter Freedman, Geschäftsführer des CGF, meinte lapidar, man habe sich im Boardmeeting ohnehin eine Stunde lang dem Thema gewidmet. Nestlé CEO Mark Schneider meinte am nächsten Tag im Talk mit Alex Thomson, er gäbe zu, die Industrie hätte zuwenig getan, aber die Aktion von Greenpeace entspräche nicht dem Umgang, den sachlich fokussierte NGOs gingen, nämlich im Dialog mit der Industrie konstruktive und umsetzbare Vorschläge zu machen. Völlig unvorbereitet traf es das CGF aber nicht: wie CASH in Erfahrung bringen konnte, hatte Greenpeace alle CGF Hersteller persönlich angeschrieben. Einen ausführlichen Bericht über die Konferenz in Vancouver lesen Sie exklusiv in der Juli/August-Ausgabe von CASH.
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