Greenpeace: Greenpeace bläst zum Müllmarsch
 
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Greenpeace bläst zum Müllmarsch

Greenpeace / Hans Hochstöger
Beginn des Müllmarschs vorm Parlament © Greenpeace / Hans Hochstöger
Beginn des Müllmarschs vorm Parlament © Greenpeace / Hans Hochstöger

Die Umweltschutzorganisation bringt Mülltonnen mit Essen vor das Bundeskanzleramt, um gegen die Lebensmittelverschwendung zu demonstrieren.

In Österreich landen jährlich über 700.000 Tonnen Lebensmittel im Müll. Gesetzliche Rahmenbedingungen, um Essen vor dem Mist zu retten, gibt es keine. Greenpeace fordert von der Bundesregierung daher einen verbindlichen, landesweiten Umsetzungsplan. Nur so könne das von der UNO vorgegebene Ziel – eine Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030 – erreicht werden, so Greenpeace.

Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace werden daher am Dienstag um 8:45 mit Mülltonnen, die randvoll mit Lebensmittelabfällen gefüllt sind, vom Parlament (Pallas Athene) zum Ballhausplatz marschieren. Im Bundeskanzleramt tagt zu diesem Zeitpunkt der Ministerrat. Begleitet wird der Müllmarsch von Transparenten, die auf das Problem der Lebensmittelverschwendung in Österreich hinweisen.

Update 12. April, nach dem Ende des Marsches

„In Europa landen Tag für Tag riesige Mengen einwandfreier Lebensmittel im Müll. Frankreich und Italien haben schon Gesetze verabschiedet, um endlich Essen vor dem Mist zu retten, ein entsprechendes britisches Gesetz befindet sich derzeit in Ausarbeitung. Es braucht auch in Österreich konkrete und verbindliche Vorgaben seitens der Politik“, sagt Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei  Greenpeace in Österreich. Zum Greenpeace-Müllmarsch sagte sie: „Alle 42 Sekunden fallen hierzulande hochgerechnet 1000 Kilogramm an Lebensmittelabfällen an, eine durchschnittliche Mülltonne füllt sich in 9 Sekunden. Es war uns ein Anliegen, diese enorme Menge einmal bildlich darzustellen. Es handelt sich dabei aber nicht um Abfall, sondern um noch genießbare Lebensmittel, die im Anschluss an den Marsch verkocht und aufgebraucht werden.“

Ende des Müllmarschs vorm Bundeskanzleramt © Greenpeace / Hans Hochstöger
Greenpeace / Hans Hochstöger
Ende des Müllmarschs vorm Bundeskanzleramt © Greenpeace / Hans Hochstöger
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