Greenpeace: Greenpeace lobt Eigenmarken des H...
 
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Greenpeace lobt Eigenmarken des Handels

Greenpeace / Mitja Kobal
Greenpeace hat die Zutatenliste von nur 10 eihaltigen Produkten untersucht. © Greenpeace / Mitja Kobal
Greenpeace hat die Zutatenliste von nur 10 eihaltigen Produkten untersucht. © Greenpeace / Mitja Kobal

Die Verbraucherschutzorganisation Greenpeace lobt den österreichischen Handel für die Herkunftskennzeichnung der verwendeten Eier. Im Gegensatz zur Markenindustrie sei die Herkunft fast immmer klar.

Greenpeace hat zehn eihaltige Produkte, darunter Nudeln, Kekse, Krapfen und Mayonnaise, ausgewählt und auf Verwendung von Käfigeiern geprüft. Es fehle meist an der Kennzeichnung, so das Ergebnis eines Marktchecks von Greenpeace. Dafür würden die Supermärkte jedoch mit ihren Eigenmarken punkten, wo die verwendeten Eier bis auf eine Ausnahme aus Freiland- und Bodenhaltung stammen. Unter Österreichs Händlern wird Interspar Testsieger vor Merkur. 

Für ihre Eigenmarken wie „S-Budget“, „Clever“ und „Lomee“ hätten die Supermärkte klare Richtlinien, die den Einsatz von Käfigeiern verbieten. Leider fehle diese Information jedoch teilweise auf den Verpackungen. Greenpeace fordert daher eine Verbesserung der Kennzeichnung für alle Lebensmittel mit Ei. Dann wäre Schluss mit den billigen Käfigeiern in Fertigprodukten, glaubt Hanna Simons.

Die Herkunft von frischen Eiern aus Österreich ist eindeutig: Sie sind aus Freiland- sowie Bodenhaltung und seien gentechnikfrei. Im Gegensatz dazu bleibe bei verarbeiteten Eiern vieles im Dunkeln, da die Herkunfts-Kennzeichnung nicht verpflichtend sei, moniert Greenpeace. "Bei bekannten Marken wie ꞌMaggiꞌ und ꞌKnorrꞌ erfahren wir nicht, ob die Hühner ihr Leben hinter Gitter verbracht haben", so Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons.

Die Haltung von Hühnern in Käfigen ist in Europa nicht verboten, wurde aber unter anderem in Deutschland und Österreich mittlerweile komplett abgeschafft. Verbraucher befürworten, laut Umfragen, alternative Haltungsformen.
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