Greenpeace: Mehrweg-Allianz stellt Forderunge...
 
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Mehrweg-Allianz stellt Forderungen

Mitja Kobal - Greenpeace
Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace, fordert: "Mehrweg statt Müllberge"
Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace, fordert: "Mehrweg statt Müllberge"

Gemeinsam mit Greenpeace appellieren Spar, Berglandmilch, Egger Getränke und das Boutiquehotel Stadthalle an die Politik, den Mehrweg-Ausbau voranzutreiben.

Von den 900.000 Tonnen des in Österreich jährlich entstehenden Plastikabfall entfallen 31 Prozent auf Verpackungsmüll. Deshalb fordert eine Allianz von Unterstützern von Mehrweg-Lösungen, bestehend aus Greenpeace, Spar, Berglandmilch, Egger Getränke und dem Boutiquehotel Stadthalle, dass die Bundesregierung sich für den Ausbau von Mehrwegsystemen einsetzt.

Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich: "Wir dürfen zukünftigen Generationen keine Müllhalde überlassen, sondern müssen für einen sauberen, lebenswerten Planeten sorgen. Das wirksamste Mittel dagegen ist es, Verpackungen zu vermeiden und so oft wie möglich wiederzuverwenden. Die Politik muss jetzt per Gesetz dafür sorgen, dass weniger Plastikmüll entsteht und Getränke in Mehrwegflaschen abgefüllt werden. Denn damit gelingt es uns, die Plastikmüllberge zu schrumpfen."

Gerhard Drexel, bis Ende des Jahres Vorstandsvorsitzender von Spar, dazu: "Mehrwegflaschen aus der Region sind die umweltfreundlichste Getränkeverpackung. Deshalb bewirbt Spar das Angebot seit Jahren und unterstützt Abfüller beim Umstieg. Neben Milch, Wasser und Säften gibt es bei Spar auch Limonaden wie Cola flächendeckend in der Mehrwegflasche. Wenn die Politik Mehrweg fördert, können auch kleinere Abfüller umsteigen und das Angebot vergrößern."

Vermeidung vor Recycling

Josef Braunshofer, Geschäftsführer der Berglandmilch, zur Rolle von Mehrweglösungen in seinem Unternehmen: "Die Nachfrage übertrifft deutlich unsere Erwartungen. Die Konsumenten wollen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Wir freuen uns, dass die Flaschen sehr sauber wieder zurückgegeben werden. Für Herbst und nächstes Jahr planen wir bereits die nächsten Ausbauschritte und wollen noch zahlreiche weitere Milchprodukte in der Mehrweg-Glasverpackung anbieten."

Frank van der Heijden Geschäftsführer von Egger Getränke, ergänzt: "Wer die Umwelt schützen will, setzt auf Mehrwegflaschen! Denn noch besser, als Plastikflaschen zu sammeln und zu recyceln, ist es, den Ausstoß von PET von Beginn an zu vermeiden. Deshalb setzen wir bei Egger Getränke auf einen starken Mehrweg-Schwerpunkt und bieten seit dem Frühjahr auch alkoholfreie Getränke in Glas-Mehrweg an. Das ist unser starker Beitrag zum Umweltschutz! Auch die Politik sollte den Mehrweg-Ausbau in den nächsten Jahren fördern - am besten mit einer verbindlichen Mehrwegquote."

Abschließend appelliert Michaela Reitterer, Chefin des Boutiquehotels Stadthalle in Wien: "Viele unserer Gäste kommen zu uns, weil wir nach Umweltschutzkriterien wirtschaften, beispielsweise sind bei uns alle Getränke in Mehrwegflaschen. Mehrwegflaschen machen nicht nur aus Unternehmersicht Sinn, sondern machen unsere Kunden glücklich und tun der Umwelt gut - eine WinWin-Situation. Die Politik muss das endlich erkennen und Mehrwegsysteme fördern."
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