Greenpeace: Nein zum Mercosur-Pakt
 
Greenpeace

Nein zum Mercosur-Pakt

Ricardo Funari/Greenpeace
Rinderzucht auf engstem Raum in Brasilien
Rinderzucht auf engstem Raum in Brasilien

Laut einer Greenpeace-Umfrage fordern 88 Prozent der Österreicher von der Bundesregierung, sich mit voller Kraft gegen den geplanten EU-Mercosur-Handelspakt zu stellen.

Zwischen 21. und 29. September befragte das Meinungsforschungsinstitut Akonsult im Auftrag von Greenpeace die österreichische Bevölkerung zum EU-Mercosur-Handelspakt. Mit 88 Prozent sprach sich eine große Mehrheit der befragte Personen entschieden dagegen aus und fordert von der Bundesregierung, sich vom umstrittenen Handelsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay zu distanzieren. 91 Prozent befürchten negative Auswirkungen des Pakts auf den Klimaschutz und sogar 93 Prozent sind der Meinung, dass die österreichischen Bauern durch EU-Mercosur nur noch weiter unter Druck geraten. Die Umweltschutzorganisation fordert von Wirtschaftsministerin Schramböck beim heutigen EU-Rat der Handelsminister daher, klar Position gegen den klimaschädlichen EU-Mercosur-Pakt zu beziehen.

"Der Mercosur-Pakt wäre mit oder ohne Beipackzettel für vermeintlichen Regenwaldschutz eine Katastrophe. Er würde immer zu mehr Waldzerstörung führen, weil er im Kern darauf abzielt, dass mehr Agrargüter aus Südamerika nach Europa importiert werden. Die einzig richtige Lösung ist es, diesen Katastrophen-Pakt endlich ein für alle Mal auf dem Müllhaufen der Handelspolitik zu entsorgen und stattdessen ein starkes EU-Waldschutzgesetz zu beschließen. Nur das schützt unser Klima und den Amazonas wirklich nachhaltig”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich.

Kein Steak zulasten des Regenwalds

Die Österreicher lehnen laut der Umfrage, Produkte, für deren Erzeugungen der Regenwald gerodet wird, entschieden ab. Auf die Frage, ob sie Lebensmittel wie Rindfleisch, Geflügel oder Zucker kaufen würden, wenn sie wüssten, dass für deren Erzeugung der Regenwald vernichtet wurde, antworteten 71 Prozent mit nein und 19 Prozent mit "Eher nein".

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