Hofer: Grünstrom bei Hofer
 
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® Hofer
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Seit dieser Woche bietet Hofer seinen Kunden vorerst 5.000 Grünstrom-Verträge der oekostrom AG zum Preis von 6,75 Cent/kWh (netto) bw. 8,10 Cent/kWh (brutto) an. Und auch der Diskonter selbst hat seit Jänner 2013 alle seine Filialen, Bürogebäude und Lager auf Grünstrom umgestellt, um jährlich mehr als 50.000 Tonnen CO2 einzusparen.

"Wir gehen diesen Schritt der Umstellung auf Grünstrom bewusst und aus voller Überzeugung. Gleichermaßen geben wir auch unseren Kunden die Möglichkeit, umweltbewusst Energie zu konsumieren", betont Hofer-Generaldirektor Friedhelm Dold. Generaldirektor Dr. Günther Helm ergänzt: "Gemeinsam mit Greenpeace wollen wir mehr Bewusstsein für erneuerbare Energieerzeugung in Österreich schaffen. So arbeiten wir mit an einer sauberen Energiezukunft in unserem Land."

Koperation mit der oekostrom AG
Ab sofort können die Verbraucher ihren Grünstrom-Vertrag also bei Hofer abschließen. Denn der Diskonter stellt vorerst ein Kontingent von 5.000 Verträgen der oekostrom AG (die im übrigen auch alle notwendigen Anbieterwechsel-Formalitäten übernimmt) zur Verfügung und bietet damit laut Greenpeace-Stromcheck das "ökologisch hochwertigste Grünstrom-Angebot" in Österreich an. 90 Prozent des Grünstroms kommen nämlich aus Kleinwasserkraftwerken in der Steiermark, Tirol und Salzburg, neun Prozent aus niederösterreichischer und burgenländischer Windenergie und ein Prozent aus Photovoltaik. Überprüft wird dieser Strommix regelmäßig vom unabhängigen Prüfinstitut TÜV Austria.

Günstiger Preis für sauberen Strom
Zu haben ist der saubere Strom, für dessen Produktion keine CO2-Emissionen und Atommüll anfallen, zum günstigen und bis Ende 2014 garantierten Hofer-Preis von 6,75 Cent/kWh (netto) bzw. 8,10 Cent/kWh (brutto). Übersteigt der Jahresstromverbrauch 3.000 kWh entfällt zudem die monatliche Grundgebühr von 0,90 Euro (netto) bzw. 1,08 Euro (brutto). Damit hat der Diskonter laut Tarifkalkulator der E-Control (www.e-control.at) das günstigste Grünstrom-Angebot (ohne Berücksichtigung von Einmalrabatten) auf dem Markt im Portfolio und ist teilweise sogar günstiger als "normaler" Strom.

VKI widerspricht in Sachen Preis und Umweltfreundlichkeit
Dem allerdings widerspricht der Verein für Konsumenteninformation (VKI). In einer Aussendung heißt es dort: "Hinsichtlich des Preises sind die Werbeaussagen zu relativieren: Die billigsten Stromprodukte aus erneuerbarer Energie - konkret aus Wasserkraft - bieten derzeit stromdiskont.at (ENAMO) sowie der Verbund." Auch was die Umweltfreundlichkeit angeht, gebe es bereits engagiertere Grünstrom-Produkte, die zumindest 21 Prozent Strom aus Windkraft, mindestens 1,5 Prozent Photovoltaik und ein Limit beim Stromanteil aus Wasserkraft aufweisen. Zudem stamme der hohe Anteil an Wasserkraft des Angebots von Hofer und oekostrom laut VKI aus alten, abgeschriebenen und nicht ökologisch optimierten Kraftwerken.

Wettbewerb wird belebt
Generell ist der VKI aber trotz zu relativierender Werbeaussagen vom Vorstoß des Diskonters begeistert, wie VKI-Energieexperte Andi Peter betont: "Hofer gibt damit einen Impuls am Markt, der die Wechselbereitschaft der Konsumentinnen und Konsumenten mit großer Wahrscheinlichkeit erhöht und damit auch den Wettbewerb im Sinne der Verbraucher belebt."
Das sehen auch die Vorstände der E-Control, Walter Boltz und Martin Graf, so: "Wir begrüßen es sehr, dass durch solche Initiativen mehr Schwung in den Wettbewerb kommt und hoffen, dass weitere Anbieter dem Beispiel folgen werden, was der Belebung des Marktes sehr gut tun würde. Schließlich hat Österreich bei Strom eine der niedrigsten Wechselraten in Europa. Jährlich suchen sich gerade einmal rund 1,5 Prozent der Haushaltskunden einen neuen Stromlieferanten."
Der seit 2001 existierende E-Control Tarifkalkulator verzeichnete nach Bekanntgabe der Hofer-Grünstrom-Aktion jedenfalls steigende Aufrufe. Während der Preisvergleichsrechner an einem herkömmlichen Freitag rund 2.000 bis 2.500 Mal besucht wird, wurden vergangenen Freitag etwa 10.000 Aufrufe gemessen. 
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