dayli: Haberleitner droht mit Rückzug
 
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Haberleitner droht mit Rückzug

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Überlegt eine Abwanderung nach Deutschland: dayli-Gründer Rudolf Haberleitner (Foto: peter.svec@pixXL.at)
Überlegt eine Abwanderung nach Deutschland: dayli-Gründer Rudolf Haberleitner (Foto: peter.svec@pixXL.at)

Im Gegensatz zu Deutschland findet der dayli-Gründer in Österreich nicht die gewünschte Unterstützung und prüft daher derzeit eine Geschäftsverlagerung ins Nachbarland.

Nach der Bekanntgabe 180 von 885 dayli-Filialen schließen zu müssen und hiefür 560 Mitarbeiter beim AMS angemeldet zu haben, wenn sich für die Umrüstungs- und Expansionspläne von dayli keine Investoren finden, überlegt dayli-Chef Rudolf Haberleitner nun sogar einem Totalrückzug aus Österreich.

Er distanziere sich zwar von den kolportierten Finanznöten daylis, weise aber darauf hin, dass die ihm von Politik, Gewerkschaft, Banken und Kreditversicherern auferlegten Hürden nicht wirklich für positive Beiträge im Sinne der Expansionspläne gesorgt haben. In Deutschland gebe es, so Haberleitner weiter, ein ungleich besseres und vor allem unternehmerfreundlicheres Klima. Und: dayli seien dort bereits Förderungen und Unterstützungen angeboten worden.

Dennoch ist Haberleitner optimistisch, dass nach dem Rückzug von Novomatic in absehbarer Zukunft ein neuer Finanzinvestor einsteigt. Die "Due Diligence"-Phase (Risikoprüfung) sei bereits vorüber, derzeit werde über einen definitiven Einstieg verhandelt. Wobei laut Haberleitner bereits ein weiterer Investor sein Interesse angemeldet habe und man nach Absagen der österreichischen Banken nun auch mit ausländischen Kreditinstituten Gespräche führt.
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