Handel im Lockdown: Der Wiener Nikolo kauft r...
 
Handel im Lockdown

Der Wiener Nikolo kauft regional

Markus Spiske - unsplash.com

Wie CASH umfangreich berichtete, sind auch die Süßwarenhändler geöffnet. Nun kommt ein noch stärkerer Appell der Wiener Handelsobfrau Margarete Gumprecht, das Nikolo-Sackerl im regionalen Handel zu füllen.

60 Wiener Süßwarenhändler haben geöffnet, Wiener geben 42,4 Millionen für Geschenke zum Nikolaus aus, die Geschenksackerl kosten durchschnittlich 44 Euro. Für den Wiener Handel ist der Nikolotag zum bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Und trotz Krisenjahr werden die Wiener heuer nicht auf das Schenken verzichten. Laut einer repräsentativen SOZAB-Studie unter 500 Teilnehmern wollen rund die Hälfte der Wiener zum Nikolo etwas schenken, dabei werden insgesamt 42,4 Millionen Euro für Geschenke zum Nikolaus bzw. Krampus ausgegeben.

Regionaler Handel und Webshop

"Die Zeit der Nikolo-Besorgungen fällt zwar in den zweiten Lockdown, aber alles, was man braucht, kann man trotzdem im regionalen Handel kaufen", so Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien. Rund 90 Prozent jener Händlerinnen und Händler, die aktuell behördlich geschlossen sind, bieten einen eigenen Webshop an oder nehmen telefonisch Bestellungen entgegen. Viele Betriebe bieten auch einen Zustellservice. Außerdem gibt es viele Online-Plattformen, die regionale Händler listen und eine gute Übersicht geben.

Supermarkt und Süßwarenhandel

Ein besonderes Anliegen von Gumprecht: "Neben den großen Supermarktketten haben während des zweiten Lockdowns auch alle 60 Wiener Süßwarenhändler offen. Ein Besuch in den traditionellen Geschäften ist ein besonderes Erlebnis. Darauf müssen die Wienerinnen und Wiener auch jetzt nicht verzichten." Bei einem Blick durch die Regale erhascht man alles, was das Herz und die Seele, besonders in diesen herausfordernden Zeiten, braucht: Colakracher, Lakritze, Krachmandel, spezielle Hohlfiguren aus zartbitter oder weißer Schokolade, traditionelle Bonbons, Pralinen und vieles mehr. Durch das fehlende Ostergeschäft, das dem ersten Lockdown zum Opfer gefallen ist, mussten die Spezialitätengeschäfte bereits dramatische Umsatzverluste hinnehmen.
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