WKO/KMU Forschung Austria: Handel kämpft mit ...
 
WKO/KMU Forschung Austria

Handel kämpft mit Kaufzurückhaltung

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von links: Bundesspartengeschäftsführer Handel René Tritscher, Bundesspartenobmann Handel Fritz Aichinger und Peter Voithofer von der KMU-Forschung Austria ® WKO
von links: Bundesspartengeschäftsführer Handel René Tritscher, Bundesspartenobmann Handel Fritz Aichinger und Peter Voithofer von der KMU-Forschung Austria ® WKO

Der heimische Einzelhandel setzte mit seinen 44.500 Geschäften im ersten Halbjahr 2011 24,5 Milliarden Euro um. Das bedeutet, dass es in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres erstmals seit dem Krisenjahr 2009 (Vgl. 1.HJ) kein reales Umsatzwachstum gab.

Reale Stagnation, nominelles Plus
Denn um die Inflation bereinigt pendelten sich die Erlöse auf dem Vorjahresniveau ein. Grund für diese schwache reale Entwicklung ist laut Bundespartenobmann Handel Dr. Fritz Aichinger die Kaufzurückhaltung der Konsumenten, die Verunsicherung durch aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in Europa und die vorhandenen Preissteigerungen bei einzelnen Produkten.

Gewinner vs. Verlierer
Bei nomineller Betrachtung konnte in Summe ein Plus von 2,8 Prozent erwirtschaftet werden, wobei die höchsten Umsatzsteigerungen im Lebensmitteleinzelhandel (+4,8 %) sowie bei Drogerien und Parfümerien (+4,1 %) zu verzeichnen waren. Am Ende des Rankings platzierte sich der Elektroeinzelhandel inklusive Computer und Foto (- 0,4 %), der aber aufgrund von Preisrückgängen bei realer Betrachtung auf Rang 2 (+1,4 %) hinter Drogerien und Parfümerien (+3,1 %) und vor dem Lebensmitteleinzelhandel (+1,3 %) liegt. Verhältnismäßig schlecht lief das erste Halbjahr für den sonstigen Einzelhandel, im Schuheinzelhandel sowie im Papier- und Bucheinzelhandel. Mag. Peter Voithofer von der KMU Forschung Austria stellte im Detail fest, dass - auch abhängig von den Standorten - 49 Prozent der Betriebe bei nomineller Betrachtung positive Zahlen, 43 Prozent negative Zahlen und acht Prozent stagnierende Zahlen schrieben.

Heiße Preise
Begleitet wird die Einzelhandelsbranche, wie oben bereits angeführt, nach wie vor vom Thema Preis. Die Verkaufspreiserhöhungen lagen im ersten Halbjahr 2011 bei einem Plus von 2,8 Prozent, sind aber immer noch etwas niedriger als die allgemeine Inflationsrate mit plus 3,1 Prozent.
Insgesamt betrachtet blickt der Einzelhandel aber vorsichtig optimistisch in die Zukunft und rechnet seitens der WKO für das Gesamtjahr mit einer schwarzen Null.

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