Wirtschaftskammer Österreich: Handel zieht Ha...
 
Wirtschaftskammer Österreich

Handel zieht Halbjahresbilanz

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Geschäftsführer René Tritscher, Bundesspartenobfrau Bettina Lorentschitsch, Peter Voithofer, KMU-Forschung Austria (v.l.n.r.). ©WKO
Geschäftsführer René Tritscher, Bundesspartenobfrau Bettina Lorentschitsch, Peter Voithofer, KMU-Forschung Austria (v.l.n.r.). ©WKO

Nomineller Umsatz und Beschäftigungszahlen leicht im Plus. Reale Umsätze im stationären Einzelhandel mit rund 26 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2013 um 1,8 Prozent gesunken.

"Der heimische Handel ist ein Schiff, das auch bei hohem Wellengang stabil bleibt", fasste Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Entwicklung der Branche im ersten Halbjahr 2013 zusammen.

Nominell um 0,3 Prozent über 2012 lagen in diesem Zeitraum die Umsätze im stationären Einzelhandel - ohne Internethandel und Großhandel - so eine aktuelle Erhebung der KMU Forschung Austria, die Lorentschitsch gemeinsam mit Bundesspartengeschäftsführer René Tritscher und Peter Voithofer von KMU Forschung Austria präsentierte. Ein kleines Plus von 0,2 Prozent gab es auch bei den Jobs. Ohne geringfügig Beschäftigte seien im österreichischen Einzelhandel (inkl. Tankstellen und nicht-stationärer Einzelhandel) im Schnitt rund 280.600 Personen beschäftigt gewesen. Die Zahl geringfügig Beschäftigter stieg zeitgleich um 2,3 Prozent. Der Anstieg der Beschäftigtenzahlen zeige einmal mehr, dass der Handel seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung auch in turbulenten Zeiten gerecht werde, so Lorentschitsch auch mit Verweis auf die Zusagen mehrerer Handelsunternehmen, dayli-Mitarbeiter übernehmen zu wollen.

Das raue Konjunkturklima im stationären Einzelhandel belegt laut KMU Forschung Austria freilich der inflationsbereinigte Rückgang des realen Umsatzes um 1,8 Prozent auf rund 26 Milliarden Euro. Damit setzte sich die Entwicklung des zweiten Halbjahres 2012 fort.

Kosmetische Produkte und LEH vorne



Nominell am besten lief es für den Einzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen (+3,0 Prozent) und den Lebensmitteleinzelhandel (+2,5 Prozent). "Dies bestätigt, dass Güter des täglichen Bedarfs weniger von der Konsumzurückhaltung betroffen sind", erläuterte KMU-Forscher Voithofer. Bei realer Betrachtung war das Umsatzwachstum ebenfalls bei den Drogerien und Parfümerien (+1,0 Prozent) am höchsten.

Überraschend: Erstmals seit Jahren sei die Zahl der stationären Geschäfte wieder gestiegen. Im ersten Quartal 2013 hatten im stationären Handel die Kunden die Möglichkeit, in 48.500 Geschäften einzukaufen - das sei eine Zunahme von 100 Geschäften gegenüber dem Vorjahr.
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