GPA-djp: Handelsangestellte sagen Nein zur So...
 
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Handelsangestellte sagen Nein zur Sonntagsöffnung

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Nach der groß angelegten Urabstimmung der Wiener Wirtschaftskammer im Herbst 2014 wurde bekannt, dass 72,6 Prozent der Befragten aus sämtlichen Branchen für die Errichtung von Tourismuszonen mit Sonntagsöffnung ist.

Die Gewerkschaft der Privatangestellten, kurz GPA-djp - legt den Fokus auf die Wiener Handelsangestellten und hinterfragte mit einer eigenen Urabstimmung unter 37.526 Handelsangestellten in ganz Wien das Ergebnis der WKW. Die Befragung wurde deshalb in ganz Wien durchgeführt, weil bisher nicht bekannt war, welche Zonen betroffen wären. Die Befragung wurde vom Meinungsforschungsinstitut IFES abgewickelt. An der brieflichen Abstimmung nahmen 23,2 Prozent teil, was laut GPA-djp ein deutlich höherer Anteil als bei der Befragung durch die WKW ist.

"Das eindeutige Ergebnis ist für uns ein klarer Auftrag, keine Öffnungszieten und rechtliche Rahmenbedingungen zuzulassen, die nicht die Interessen der Betroffenen berücksichtigen. Wir gehen davon aus, dass auch die Stadt Wien nicht über die Köpfe der Wiener Handelsangestellten hinweg Entscheidungen treffen wird", so der GPA-djp Vorsitzende Wolfgang Katzian und ergänzt: "Die Wirtschaftskammer Wien führt als Argument für die Einführung der Tourismuszone in Wien immer wieder Mehreinnahmen für den Handel und die Schaffung zusätzlicher 800 Arbeitsplätze an. Allerdings wurden diese Studien nie veröffentlicht und die kolportierten Zahlen sind nicht seriös nachzuprüfen und somit anzuzweifeln. Der Städtetourismus boomt in Wien ungebrochen auch ohne Tourismuszone."
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