Handelshaus Kiennast: Mitarbeiterstand trotz ...
 
Handelshaus Kiennast

Mitarbeiterstand trotz Gastro-Flaute gehalten

Firma Kiennast
Julius (l.) und Alexander Kiennast
Julius (l.) und Alexander Kiennast

Das Handelshaus Kiennast erzielte 2020 einen Umsatzverlust von 10,1 Prozent auf 89,2 Mio. Euro, großteils verursacht durch die langfristigen Schließungen von Gastronomie und Hotellerie.

Das "Coronavirusjahr 2020" hat auch beim Handelshaus Kiennast aus Gars am Kamp (NÖ) tiefe Spuren hinterlassen. Die Geschäftsführer Alexander und Julius Kiennast zeigen sich jedoch zufrieden, dass aufgrund der Kurzarbeitszeitregelung der Mitarbeiterstand von 339 Personen gehalten wurde und niemand seinen Job verloren hat. 

Den größten Umsatzeinbruch gab es 2020 im Geschäftsfeld Gastronomie (Eurogast Kiennast, Eurogast Pilz&Kiennast) mit minus 21,2 Prozent auf 36,7 Mio. Euro. Doch auch das selbst betriebene Kaufhaus in Gars verzeichnete ein Minus von 8,5 Prozent auf 8,7 Mio. Euro. Verantwortlich dafür war zum einen die Ende 2019 vollzogene Einstellung der Let's DOIT-Handwerkerabteilung. Zum anderen lasteten die Lockdown-bedingten Schließungen der Modeabteilung und die Frequenzrückgänge im Tankstellenbereich auf den Umsatzzahlen.

Die Kundenrückgänge an den Tankstellen bekam auch das Geschäftsfeld Einzelhandel zu spüren, in dem der Lieferdienst von Shop Top Service angesiedelt ist. Alles in allem erwirtschaftete der Geschäftszweig jedoch ein Plus von 1,3 Prozent auf 43,8 Mio. Euro, vor allem getragen von den Nah&Frisch-Kaufleuten, die sich gerade im Zuge der Coronaviruspandemie als wesentliche Pfeiler der regionalen Nahversorgung profilieren konnten.

Im laufenden Geschäftsjahr 2021 wollen die Geschäftsführer Alexander und Julius Kiennast die Digitalisierung des Unternehmens vorantreiben, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Logistikgebäude installieren und die Weichen für den Büroneubau stellen. Im Jahr 2022 soll dann auf dem Areal des Logistikzentrums ein moderner Bürokomplex für bis zu 100 Mitarbeitern entstehen.

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