Handelshaus Wedl : Stabil durch die Pandemie
 
Handelshaus Wedl

Trotz Herausforderungen setzte Wedl 2021 im Gastro-Großhandel 251 Millionen Euro um - ein Plus von 6 Prozent im Vergleich zu 2020. Auch der Gesamtumsatz der Gruppe konnte um knapp zehn Prozent auf 431 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Pandemie war auch für das Tiroler Traditionsunternehmen eine Challenge. Doch dank einer Anpassung der Unternehmensstrategie konnten durch Bevorratung und dem Ausweichen auf Alternativlieferanten den Problemen im Bereich Warenbeschaffung und -verfügbarkeit entgegengewirkt werden. Mit dem Ergebnis: Im Kerngeschäft, dem Gastro-Großhandel, konnte Wedl im vergangenen Jahr 251 Millionen Euro umsetzen - das ist ein Plus von 6 Prozent im Vergleich zu 2020. Auch der Umsatz der Wedl Gruppe - inklusive Kaffee-Vertrieb, Einzelhandel, Immobilien und Beteiligungen - konnte um knapp 10 Prozent auf 431 Millionen Euro gesteigert werden.

Der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz der Wedl Gruppe konnte in den vergangenen drei Jahren von 31 auf 39 Prozent gesteigert werden. Heute werden vier von zehn Bestellungen von Kunden bereits über das Online-Bestellsystem abgewickelt.

Lorenz Wedl, Mitglied der Geschäftsführung, sieht die durch die Pandemie geschuldete schwierige Zeit, wie er sagt, "dank unserer Partner und vor allem unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" gut gemeistert. Denn: "Ohne deren Engagement wäre eine Umsetzung der zukunftsweisenden Ausrichtung nicht möglich gewesen", sagt er. Der Personalstand stieg 2021 um 5 Prozent auf insgesamt 1.307 Mitarbeiter. 

Gutes Auslandsgeschäft 

Trotz Umsatzsteigerungen im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen, wie es in einer Aussendung heißt, "nicht das Vor-Pandemie-Niveau erreichen." In Österreich hätten die beiden Lockdowns zu Beginn und Ende des Jahres dazu geführt, dass es zu größeren Umsatzausfällen kam als noch 2020. Primär ist die Umsatzsteigerung im letzten Jahr dem Auslandsgeschäft geschuldet, besonders jenem in Italien. Vor allem in der Sparte Kaffee kam es im Vergleich zu 2020 zu einem Umsatzplus von knapp 22 Prozent auf rund 30 Millionen Euro. Gründe dafür könnten das gute Tourismusgeschäft in den südlichen Ländern sein, wo sich die Sparte "überproportional positiv entwickelt."

Weitere Zielgruppen

Besonderen Fokus legt Wedl neben seinem Hauptgeschäft Gastronomie und Hotellerie nun auch auf den Privatkunden-Bereich. Gepunktet habe man vor allem im B2B- als auch B2C-Segment mit Verlässlichkeit und Stabilität am Markt. Durch den Erfolg startete Wedl im vergangenen Jahr einige neue Projekte. Das Handelshaus investierte knapp 15 Millionen Euro in den Neubau des C+C Marktes in Saalfelden, der Anfang Dezember 2021 eröffnet wurde. Im neuen Markt stehen wesentlich mehr Fläche für die fünf "Wedl Genusswelten", Fisch und Fleisch, Obst und Gemüse, Gourmet, Wein und Kaffee zur Verfügung. Herzstück des Marktes ist die 400 Quadratmeter große Vinothek mit Showküche.
stats