WKO: Handelskollektivvertrag bringt Plus von ...
 
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Handelskollektivvertrag bringt Plus von 1,33 Prozent

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Lehrlinge erhalten ab Jänner mehr Geld. © Spar
Lehrlinge erhalten ab Jänner mehr Geld. © Spar

Angestellte im Einzelhandel erhälten ab Jänner mehr Geld. Laut neuem Tarifvertrag gibt es für die 400.000 Beschäftigten 1,33 Prozent mehr.

Die Gehälter steigen mit 1. Jänner 2017 wie folgt: Bis 1.524 Euro plus 1,45 %, bis 1.943 Euro plus 1,35 % und darüber plus 1,3 %. Das bedeutet eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 1,33 %. Am 31. Dezember 2016 bestehende Überzahlungen bleiben aufrecht.

Die Sozialpartner im heimischen Handel, die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), haben sich in der dritten Verhandlungsrunde nun geeinigt. Streitpunkt der Tarifparteien war der Aufschlag zur aktuell niedrigen Inflationsrate von 0,8 Prozent.

Österreichweit einheitlicher Tarif für Azubis 

Bei Lehrlingsentschädigungen gibt es ab 2017 einen einheitliche Regelung: die Unterscheidung nach Gehaltstafeln und Gehaltsgebieten ist passe. Die österreichweiten Gehälter betragen im ersten Lehrjahr 570 Euro, im zweiten 720, im dritten 1.020 Euro und im vierten Lehrjahr 1.070 Euro. Das ist ein Plus von durchschnittlich 5,11 Prozent. „Damit setzen wir ein klares Signal: Der Handel ist ein attraktiver Ausbildner und Arbeitgeber“, ist Arbeitgeber-Vertreter Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ überzeugt.

„Mit der gestaffelten Erhöhung beträgt das Mindestgehalt im Handel ab Jänner 2017 1.546 Euro, damit sind wir unserem Ziel eines Mindestgehalts von 1.700 Euro einen Schritt näher gekommen“, erklärt Franz Georg Brantner, Vorsitzender des Wirtschaftsbereiches Handel und Verhandlungsleiter

„Wir haben einen KV-Abschluss erreicht, der angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für beide Seiten vertretbar ist und eine gute Basis für die Fortsetzung der Reformgespräche zum Entgeltschema im Handel darstellt“, so Buchmüller und Brantner unisono.
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