Handelsverband: Ausgaben zum Schulbeginn stei...
 
Handelsverband

Ausgaben zum Schulbeginn steigen

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Die Inflation treibt auch die Preise für den Schulstart in die Höhe. 109 Euro werden im Schnitt für Österreichs Schüler ausgegeben. Eingekauft wird am liebsten beim Fachhändler.

Am 5. September beginnt im Osten Österreichs beziehungsweise am 12. September im Westen wieder ein neues Schuljahr. Das bedeutet für viele Eltern einen Großeinkauf für diverse Schulutensilien zu unternehmen. Allein das Taferlklassler-Starterpaket kostet dabei um die 300 Euro, wie der Handelsverband kommuniziert. Doch auch sonst ist der Schulbeginn nicht billig, die Inflation treibt die Preise zusätzlich in die Höhe. Laut Arbeiterkammer sind die Schulartikel bei den Handelsketten um durchschnittlich 4,6 Prozent teurer geworden, im Papier-Fachhandel um durchschnittlich sieben Prozent. Dabei gibt es zwischen den Händlern - verglichen wurden 16 Papier-Fachgeschäften sowie fünf Handelsketten - große Unterschiede von bis zu 160 Prozent. Vergleichen lohnt sich für den Konsumenten also.

Das hält Eltern, Freunde und Verwandte aber nicht davon ab, den Schülern zum Schulbeginn eine kleine Freude zu machen. Dazu gehören Schreibwaren wie Kugelschreiber und Stifte, Federpenale, Malzeug, Hefte, Mappen und Ordner, aber auch Kleidung. Wie der Handelsverband zusammen mit dem MindTake Research erhoben hat, stiegen die Ausgaben für kleine Aufmerksamkeiten pro Kopf von 86 auf 109 Euro. "Allerdings ist ein Großteil der Mehrausgaben auf die Inflation zurückzuführen. Den heimischen Einzelhändlern bleibt von diesem Zuwachs kaum etwas, weil sich allein die Beschaffungspreise für Papier und Schreibwaren im Großhandel zuletzt um mehr als 22 Prozent verteuert haben", betont Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will. Vor allem in Wien greifen die Konsumenten mit 133 Euro besonders tief in die Tasche. Auf den Plätzen folgen Oberösterreich und Salzburg mit 118 Euro, Tirol und Vorarlberg mit 114 Euro sowie Steiermark und Kärnten mit jeweils 111 Euro. Die Schlusslichter bilden heuer Niederösterreich und das Burgenland mit lediglich 78 Euro pro Kopf.

Der stationäre Fachhandel bleibt beim Einkauf von Schulartikeln mit 55 Prozent klare Nummer eins - auch wenn es im Vorjahr mit 65 Prozent noch etwas mehr waren. Indessen holt der Diskonter auf (37 % gegenüber 26 % im Vorjahr) sowie der Onlinehandel ausländischer Webshops (35 % gegenüber 24 Prozent zum Vorjahr). Klassische Supermärkte liegen mit 31 Prozent auf Platz vier. Für Will ist das ein positives Resümee für den heimischen stationären Handel: "Für zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher ist das Geschäft um‘s Eck erste Wahl, wenn es um den Kauf von Schulsachen geht. Ein klarer Beleg dafür, dass der Trend zum regionalen Einkauf in diesem Bereich anhält."
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