Coronavirus : Die Qualen mit der Maske
 
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Im "lebensnotwendigen Handel" unbeliebt: die FFP2-Maske - fällt sie bald auch in Österreich?
Im "lebensnotwendigen Handel" unbeliebt: die FFP2-Maske - fällt sie bald auch in Österreich?

In der morgigen Nationalratssitzung bringen die NEOS, wie es in einer aktuellen Aussendung des Handelsverbands heißt, einen Entschließungsantrag zur Aufhebung der Maskenpflicht in allen Wirtschaftsbereichen ein.

Für die "künstliche Verlängerung des Ausnahmezustands" habe man längst kein Verständnis mehr. Eine aktuelle Aussendung des österreichischen Handelsverbands vermeldet nun, dass die NEOS bei der morgigen Nationalratssitzung einen Entschließungsantrag zur Aufhebung der ungeliebten Maskenpflicht einbringen werden. Gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA, dem Shoppingcenter-Verband ACSP und den Handelsunternehmen Spar, Rewe, Hofer, Lidl, Unimarkt, MPreis, Müller, dm, Das Futterhaus, Fressnapf und Radatz ruft der Handelsverband seit Wochen die Bundesregierung auf, die Maskenpflicht im gesamten Handel zu beenden.

Denn: In fast allen europäischen Ländern sei die Maske längst kein Thema mehr, so der Handelsverband. In Österreich gelte noch eine FFP2-Maskenpflicht für Beschäftige (und Konsumenten) im "lebensnotwendigen Handel". Dieser Sonderweg hat zur Folge, dass die mehr als 130.000 Beschäftigten im "lebensnotwendigen Handel" (also Supermärkte, Diskonter, Drogeriemärkte) seit mehr als 24 Monaten fast durchgehend mit Maske arbeiten müssen. Rainer Will, Handelsverband-Geschäftsführer: "Wir haben mittlerweile kein Verständnis mehr dafür, warum der Gesundheitsminister dieses tote Pferd immer noch reiten will. Uns erreichen täglich hunderte Nachrichten von betroffenen Handelsangestellten, die in den Geschäften seit mehr als zwei Jahren täglich bis zu zehn Stunden Maske tragen müssen. Gerade jetzt bei Temperaturen jenseits der 30 Grad ist das für die Betroffenen enorm belastend." Auch der Virologe Klaus Vander (Institut für Mikrobiologie, Graz) habe dies bestätigt.

Auch von der GPA kommt vehemente Kritik: "Es ist höchst an der Zeit, dass die Bundesregierung ihre Doppelmoral beendet. Wenn die Maske offenbar nicht mehr gebraucht wird, dann muss das auch für die Handelsangestellten gelten", sagt Barbara Treiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA.

Die FFP2-Maskenpflicht gilt österreichweit zumindest bis 8. Juli im lebensnotwendigen Handel, wie oben beschrieben und soll möglicherweise sogar über den ganzen Sommer hinaus gelten. 
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