Handelsverband: Onlinehandel knackt 10-Millia...
 
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Onlinehandel knackt 10-Milliarden-Euro-Marke

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Die eCommerce Studie Österreich 2022 zeigt, dass die Ausgaben im Internet um weitere 8 Prozent gewachsen sind.

Die brandneue 13. Ausgabe der bundesweiten "eCommerce Studie Österreich" des Handelsverbandes in Kooperation mit der KMU Forschung Austria, die den Zeitraum Mai 2021 bis April 2022 erfasst, zeigt unerwartete Pandemie- und inflationsbedingte Veränderungen: ein neues Allzeit-Ausgabenhoch im Onlinehandel, einen signifikanten negativen Zusammenhang zwischen ökologischem Bewusstsein und Einkauf im ausländischen Distanzhandel, ein dynamisches Wachstum im Mobile Commerce sowie Stagnation bei Voice Commerce.

"Die österreichischen eCommerce-Ausgaben sind bis Ende April 2022 im Vorjahresvergleich um acht Prozent gewachsen und knacken damit erstmals die 10 Milliarden Euro Marke. Der relative Zuwachs hat sich allerdings zuletzt deutlich reduziert. Von den 10,4 Milliarden Euro Onlineumsatz entfallen bereits 2,4 Milliarden auf den Mobile Commerce, der rapide um 20 Prozent zulegen konnte", kommentiert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, die zentralen Ergebnisse der Studie.

Top Warengruppen dabei waren Bekleidung (2,1 Mrd. Euro), Elektrogeräte (1,4 Mrd. Euro) und Möbel (0,9 Mrd. Euro). Als die am stärksten wachsenden Gruppen erwiesen sich Einrichtungsgegenstände (13 % Zuwachs), Computer (+ 9 %) und Elektrogeräte (+ 8 %). Die Sprachassistenten bleiben beim tatsächlichen Kaufabschluss zwar ein Nischenprogramm, jedoch darf der Grad der Beeinflussung vor der Kaufentscheidung durch personalisierte Werbung und technisch immer versiertere Sprachassistenten im höchstpersönlichen Umfeld nicht unterschätzt werden.

Der Handelsverband empfiehlt angesichts der aktuellen Zahlen zwei Maßnahmen: die Besteuerung von ausländischen E-Commerce-Giganten in Österreich sowie die Entlastung des stationären Handels, um unter anderem seinen Onlinehandel zu stärken.

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