Kärnten: HCB: LEH reagierte schnell
 
Kärnten

HCB: LEH reagierte schnell

-
Uschi Dreiucker/pixelio.de
Uschi Dreiucker/pixelio.de

Während der Vorwurf an die Kärntner Landesbehörden, beim HCB-Skandal beim Krisenmanagement versagt zu haben, nachhaltig ist, hat man in den Filialen und Märkte der großen Händler im Raum Görtschitztal/Kärnten nach Bekanntwerden der HCB-Belastung in Molkereiprodukten schnellstmöglich reagiert.

„Die Sonnenalm-Produkte wurden rausgenommen, und jetzt haben wir und unser Qualitätsmanagement ein sehr waches Auge auf die weiteren Entwicklungen, auch bei den Eigenmarken“, sagt Mag. Ines Schurin, Pressesprecherin der Rewe International AG. Auch bei der Spar wurde rasch gehandelt: „Wir haben die im Kärntner Sortiment vorhandenen Milchprodukte sofort nach Bekanntwerden aus den Regalen entfernt und bis auf weiteres aus dem Sortiment genommen“, schildert Unternehmenssprecherin Mag. Nicole Berkmann. Bei Fleisch sei man nicht betroffen, weil aus der Gegend nichts an die Spar angeliefert wird. Berkmann registriert so wie Ines Schurin für die Rewe International nur wenige bzw. vereinzelte Kundenanfragen betreffend HCB-Belastungen in Produkten.

Neben dem Ruf von Umwelt- und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter nach umfassenden Maßnahmen, um die Sicherheit von Mensch und Umwelt zu gewährleisten, gab und gibt es zahllose Statements zum Szenario des Krisenmanagements der zuständigen Landesbehörden in Kärnten. U. a. hält AMA Marketing-Geschäftsführer Dr. Michael Blass im CASH-Gespräch fest: „Es ist ein Desaster im Krisenmanagement und in der Krisenkommunikation. Man hätte es kaum für möglich gehalten, dass es 2014 einen Krisenfall gibt, der den Menschen so unter die Haut geht und so schwach geschultert wird.“ Schwach geschultert von den zuständigen Landesbehörden, die zuständig sind. Blass: „Man merkt, dass sie auf so eine Situation nicht vorbereitet sind.“ Die Causa HCB in Lebensmitteln, darin sind sich die meisten Branchenteilnehmer einig, sei für die gesamte Branche deshalb so brisant, weil sie das Vertrauen in die Lebensmittel einmal mehr stark schwächen könnte, so wie auch die Bemühungen, den Lebensmitteln wieder ihren Wert zu geben.
stats