Rewe/BWB: Heftiger Schlagabtausch
 
Rewe/BWB

Heftiger Schlagabtausch

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© Rewe
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Seit einer Woche dauern nun die Hausdurchsuchungen der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) bei der Rewe International AG an. Der Verdacht von vertikalen und horizontalen Preisabsprachen liegt vor, den gerichtlich genehmigten Hausdurchsuchungsbefehl gibt es nur in begründeten Verdachtsfällen.

Nachdem Corinna Tinkler, Unternehmenssprecherin der Rewe International AG, in einer OTS-Pressemitteilung die Bundeswettbewerbsbehörde aufforderte, die gesetzliche Amtsverschwiegenheit zu wahren und keine mediale Vorverurteilung vorzunehmen und dadurch Verunsicherung auszulösen, wurde wenig später BWB-Generaldirektor Dr. Theodor Thanner auf krone.at u. a. so zitiert: "Unser junges Team hat toll gearbeitet, wir wollen noch vor Ostern den ersten Antrag ans Kartellgericht stellen."

Heute hieß es aus der BWB - entgegen den früheren Aussagen der Rewe International AG-Unternehmenssprecherin - die Kooperation mit der Rewe sei sehr schwierig, es herrsche eine aggressive Stimmung vor. Wenige Stunden später meldete sich erneut Corinna Tinkler mit einer OTS-Meldung zu Wort: "Wir waren von Anfang an kooperativ und haben der Bundeswettbewerbsbehörde Zugang zu allen Dokumenten und Daten gewährt. Die Länge des Verfahrens ist in anderen Ursachen zu suchen. Leider ist die Behörde von Anfang an nicht besonders koordiniert vorgegangen und musste deshalb Belege und Ordner mehrmals sichten". Dieses Vorgehen und die nicht zielgerichtete Suche der Behörde behindere den Geschäftsbetrieb des Unternehmens. "Das von der BWB kolportierte aggressive Verhalten" weist Tinkler dezidiert zurück und sagt, es sei im Sinne des Unternehmens, dass die Hausdurchsuchung bald abgeschlossen wird, "dann können wir unseren normalen Geschäftsverlauf endlich wieder aufnehmen". Von Konzernseite wird es zum laufenden Verfahren ab sofort keinerlei Stellungnahmen mehr geben, so Tinkler abschließend.
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