Tengelmann Klimamarkt: Heute an morgen denken
 
Tengelmann Klimamarkt

Heute an morgen denken

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® Tengelmann
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Dass Umweltschutz und wirtschaftlich erfolgreiches Agieren gut zusammenpassen, beweist Tengelmann mit dem ersten Klimamarkt Deutschlands in Mühlheim an der Ruhr.

Umwelt- und Naturschutz haben in der Unternehmensgruppe Tengelmann bereits seit 40 Jahren Tradition. Um in der Branche mit gutem Beispiel voranzugehen, entschloss man sich zum Umbau einer bestehenden Filiale in einen Klimamarkt. Nach lediglich achtwöchiger Modernisierungsphase erstrahlt der Supermarkt im deutschen Mühlheim an der Ruhr in neuem Glanz und stellt mittlerweile ein beliebtes Exkursionsobjekt für Gruppen aus den verschiedensten Bereichen dar. So zeigen die Verantwortlichen im Rahmen diverser Führungen, dass in puncto Umweltschutz bereits mit kleinen Schritten Großes erreicht werden kann. Denn Spezialisten entwarfen ein Energieeffizienzkonzept, das viele bereits bestehende, aber auch neue Einzelmaßnahmen miteinander kombiniert. Die Bündelung aller verfügbaren Energien soll zur Halbierung des Energieverbrauchs sowie zur gänzlichen Befreiung von der CO2-Emission beitragen.

Großer Vorsatz der Unternehmensgruppe Tengelmann ist es, bis zum Jahr 2020 die Vorgaben des Kyoto-Protokolls umzusetzen und 20 Prozent des CO2-Ausstoßes einzusparen. Bereits ein Umrüsten der derzeitigen Heiz-, Beleuchtungs- und Kühlsysteme kann das Unternehmen diesem Ziel näher bringen.

Zielorientiertes Heizen und Stromsparen



Heizkosten steigen häufig ins Unermessliche, da sie vom Gas- und Ölpreis bestimmt werden. Um davon unabhängig zu sein, wird im Klimamarkt mit Geothermie und Kühlanlagenabwärme geheizt. Das Phänomen der Abwärme ist vom eigenen Kühlschrank bekannt, der innen kalt und an der Rückseite warm ist. 75 Prozent des Wärmebedarfs des Marktes werden durch die Kühlanlagenabwärme abgedeckt und die verbleibenden 25 Prozent liefert eine Geothermieanlage mit sechs Erdwärmesonden.

Um nicht nur Heizkosten, sondern auch Strom zu sparen, kommt eine 1.140m2 große Fotovoltaikanlage an der Fassade und am Dach der Filiale zum Einsatz. Diese sorgt für die Umwandlung der Strahlenergie der Sonne in elektrische Energie. Jährlich können damit bis zu 45.000 kWh Grünstrom erzeugt werden. Zusätzlich benötigter Strom wird zu 100 Prozent mit aus Wasserkraft gewonnenem Ökostrom abgedeckt.

Raffiniertes Beleuchten und Kühlen



Viel Energie geht in Supermärkten durch unwirksame Beleuchtungssysteme verloren. Große Spezialgläser im Dach des Marktes erhellen den Markt mit natürlichem Licht und reduzieren damit die künstliche Beleuchtung, die zudem von einer speziell auf das Tageslicht abgestimmten Lichtsteuerung geregelt wird. Die Verwendung von LEDs und Energiesparlampen versteht sich von selbst und verringert ebenfalls den Energieverbrauch. So spart das neuartige Beleuchtungssystem im Vergleich zu konventionellen Konzepten alles in allem etwa 30 Prozent an Stromkosten.

Neben der Beleuchtung sind gerade Kühlanlagen die größten Energiefresser in einem Supermarkt. Um dies zu umgehen, setzt man im Klimamarkt auf das natürliche und besonders umweltverträgliche Kältemittel CO2. Mit CO2 betriebene Anlagen bedürfen bei hohen Außentemperaturen einer eigenen Kühlung mit Wasser. Da auch diese Ressource nicht unendlich vorhanden ist, konzentriert man sich auf eine zielorientierte Nutzung von Regenwasser. So wurde unterirdisch eine Zisterne erbaut, die bis zu 100.000 Liter Regenwasser fassen kann. Die Kühlmöbel selbst sind mit Glastüren oder Glasschiebedeckeln versehen, da dadurch weniger Kälte in den Raum abgegeben wird. So kommt es im Tiefkühlbereich zu einer Energieersparnis von bis zu 50 und im Sektor der Kühlregale von bis zu 30 Prozent.

Clevere Logistik



Da die Waren naturgemäß auch in den Markt geliefert werden müssen, leistet die Unternehmensgruppe auch im Bereich der Logistik einen wichtigen Beitrag zur Umwelt. Zur Überstellung der Produkte befinden sich derzeit besonders emissionsarme LKW im Praxistest, deren Abgaswerte deutlich unter dem europäischen Abgasstandard liegen.

Mit der Tengelmann Klimainitiative, die neben dem Klimamarkt den Einsatz von Grünstrom, die Teilnahme am PCF-Pilotprojekt Deutschland und das Erstellen jährlicher Emissionsbilanzen umfasst, will das Unternehmen in der Branche – im Sinne unserer Umwelt – zum notwendigen Umdenken anregen.

CASH hat bei Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, nachgefragt, was den Klimamarkt so besonders macht und wie er die Maßnahmen zu Klimaschutz beurteilt. Das Interview finden Sie hier.
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