Güssinger: Hofer verhängt Lieferstopp für Güs...
 
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Hofer verhängt Lieferstopp für Güssinger

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© Güssinger
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Der Stopp wurde bereits am 19. Juli verhängt, Güssinger verliert während der Hochsaison für Mineralwasser 80 Prozent des Umsatzes.

Auslöser war ein Streit zwischen dem Güssinger-Eigentümer und einem bulgarischen Großgläubiger. Dabei geht es um die Vorherrschaft bei Güssinger. Der Wasserabfüller, der 2004 in die Pleite geschlittert war, gehört nach mehreren Eigentümerwechseln seit 2012 zum Firmennetz eines eingebürgerten Russen.

Grund für den Lieferstopp war schließlich ein Schreiben des Großgläubigers der Güssinger-Mutter an Hofer. Die Bulgaren sollen Kreditschulden über 10,6 Mio. Euro der Güssinger-Mutterfirma bei einer russischen Bank abgelöst und dafür die verpfändeten Sicherheiten (Güssinger-Liegenschaften und -Gesellschaftsanteile, Stimmrechte) erhalten haben. Der Güssinger-Eigentümer bestreitet, dass den Bulgaren Gesellschaftsanteile und Stimmrechte rechtmäßig übertragen wurden.

Am 25. Mai 2019 wollten die Bulgaren laut "Kurier" einen neuen Geschäftsführer bei Güssinger einsetzen, sind aber damit beim Firmenbuchgericht abgeblitzt. Denn die Güssinger-Mutterfirma hatte am Vortag ihre Anteile an eine von ihr kontrollierte Treuhandfirma abgetreten - eben um die Abberufung der Geschäftsführung zu verhindern. Am 23. Juli wurde Anatoliy Boikiv als neuen Geschäftsführer bei Güssinger eingesetzt, der laut Eigentümervertretung Ruhe in den Betrieb bringen soll.

Seitens Hofer heißt es, dass man nach Klären der Fronten bereit für die Fortsetzung der Geschäftsbeziehung mit Güssinger sei.
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