Hofer: Hofers Verpackungsmission geht weiter
 
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Hofers Verpackungsmission geht weiter

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Bei Produkten, die eine Verpackung erfordern, setzt Hofer auf alternative Materialien, wie Zellulosenetze oder Folien aus Holzfasern. © Hofer
Bei Produkten, die eine Verpackung erfordern, setzt Hofer auf alternative Materialien, wie Zellulosenetze oder Folien aus Holzfasern. © Hofer

Hofer fokussiert vor allem die Reduktion der Verpackungsmengen im Obst- und Gemüsebereich und setzt u.a. auf Natural Branding und Mehrwegkisten. Auf diese Weise sollen jährlich bis zu 100 Tonnen Kunststoff eingespart werden.

Im September 2018 startete Hofer eine Initiative zur Reduktion von Verpackungsmüll - die "Hofer Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln". Der Diskonter geht dabei das Thema Verpackungen auf drei Ebenen der Abfallhierarchie an. Zum einen will man bis zum Jahr 2025 den Materialeinsatz der Eigenmarken-Verpackungen um 30 Prozent reduzieren. Außerdem sollen bis 2022 zudem 100 Prozent der Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein. Und als weiteren Schritt werden Einwegplastikprodukte, wie Becher, Geschirr, Besteck sowie Wattestäbchen mit Plastikschaft, bis spätestens Ende 2019 aus dem Sortiment genommen und durch nachhaltigere Alternativen ersetzt, heißt es aus dem Unternehmen.

Fokus auf Obst & Gemüse
In einem weiteren Schritt plant der Lebensmittelhändler nun auch die Verpackungsmenge im Frischebereich mit besonderem Fokus auf Obst und Gemüse größtmöglich zu reduzieren. Dazu wird das Angebot an unverpacktem Obst und Gemüse stetig erweitert. "Durch Natural Branding, die Verwendung von Mehrwegkisten und die Umstellung auf alternative Verpackungen statt konventionellem Plastik werden pro Jahr über 100 Tonnen konventioneller Kunststoff und knapp 4.800 Tonnen Karton eingespart", heißt es aus Sattledt. Um Materialsparend zu arbeiten verzichtet Hofer beispielsweise bereits auf Verpackungsfolie bei Bananen und spart damit eigenen Angaben zufolge, alleine bei Bio-Bananen jährlich knapp 50 Tonnen Verpackungsfolie, ein.

Wenn Verpackungen nicht gänzlich vermieden werden können, sollen alternative Materialien, wie biogene Netze bei einigen Bio-Produkten wie Kartoffeln oder Zwiebel, zum Einsatz kommen. Das natürliche Ausgangsmaterial für diese Zellulosenetze ist Buchenholz, welches laut Hofer soweit wie möglich aus österreichischen Wäldern kommen wird. Das Obst und Gemüse der Bio-Eigenmarken „Zurück zum Ursprung“ und „Natur aktiv“, soll zusätzlich - wo immer möglich - in kompostierbarer Folie abgepackt werden. Auch diesee wird aus Holz hergestellt, ist zu 100 % gentechnikfrei und weitgehend CO2-neutral.

Zusammenarbeit mit Mutterkonzern
Hofer hat sich im Zuge der Verpackungsmission mit Aldi Süd und Aldi Nord zusammengeschlossen, um die ambitionierten Ziele erreichen zu können. Die beiden deutschen Unternehmensgruppen kooperieren dazu bereits mit dem Startup Accelerator Programm TechFounders und unterstützen junge Gründer, um mit ihnen gemeinsam nachhaltige Verpackungen sowie Ansätze zur Vermeidung von Verpackungen zu entwickeln.

Daniela Knieling, Geschäftsführerin von respACT- austrian business council for sustainable development, lobt das Engagement von Hofer im Umgang mit Verpackungen: „Das respACT-Mitglied Hofer setzt mit seiner ‚Verpackungsmission‘ konkrete Schritte und arbeitet intensiv an neuen Möglichkeiten, um große Mengen Plastik einzusparen und alternative Verpackungslösungen zu etablieren.“

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