Hygiene Austria: Händler stoppen doch Maskenv...
 
Hygiene Austria

Händler stoppen doch Maskenverkauf

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Nach dem Aufruhr um Hygiene Austria und dem Vorwurf, dass ein Teil der Masken nicht wie beworben in Österreich, sondern in China gefertigt wurde, nehmen die Einzelhändler nun doch die Produkte vorerst aus dem Sortiment.

Die Betrugsvorwürfe gegen Maskenproduzent Hygiene Austria schlagen weite Wellen. Der heimische MNS-Hersteller Hygiene Austria steht unter dem Verdacht, aus China kommende Masken bloß umetikettiert zu haben – und das auch noch mithilfe von organisierter Schwarzarbeit. Das Unternehmen allerdings dementiert Verfehlungen und weist die Vorwürfe als "haltlos" zurück. (CASH.at hat berichtet).

Abnehmer der Masken sind auch österreichische Supermärkte. Zwar sei man sich dort sicher, dass die angebotenen Masken gut sind, dennoch ziehen die Händler jetzt die Notbremse. Denn nachdem man erst die Masken im Sortiment behalten wollte, kündigen Hofer, Rewe, Spar und dm nun doch an, FFP2-Masken von Hygiene Austria vorerst nicht mehr zu verkaufen, bis die Herkunft geklärt sei. "Da wir unseren Kunden nur Ware anbieten möchten, wo das auch drin ist, was drauf steht, nehmen wir die Hygiene Austria Masken aus dem Sortiment", hieß es von Spar auf APA-Anfrage. "Man kann derzeit nicht garantieren, dass die Masken aus Österreich sind und daher dieser Schritt." Vonseiten der Rewe betont man gegenüber CASH: "Alle FFP2-Masken, die wir zum Verkauf angeboten haben und anbieten, sind ausnahmslos zertifiziert. Die FFP2-Masken von Hygiene Austria haben wir jetzt zusätzlich intern geprüft. Auch diese Masken sind durchwegs zertifizierte FFP2-Masken. Trotzdem nehmen wir sie vorsorglich aus dem Verkauf, da ihre Herkunft (Produktionsort) unklar ist." Ähnliches hört man auch bei Hofer: "Auf Rückfrage wurde uns seitens Hygiene Austria versichert, dass es sich bei den gelieferten Masken auch tatsächlich um österreichische Ware handelt. Zusätzlich werden die Masken aktuell einer neuerlichen internen Prüfung durch unser Qualitätsmanagement unterzogen und wir haben die von Hygiene Austria bezogene Ware bis zur Klärung des Sachverhaltes vorsorglich aus dem Verkauf genommen", heißt es dort auf CASH-Anfrage.

Generell werden die Händler die Situation weiter beobachten. Sollte sich herausstellen, dass die FFP2-Masken nicht aus Österreich stammen, wird man den Bestand retournieren, wie beispielsweise dm postuliert. Kunden können ihre originalverpackten Masken einstweilen bei den Händlern umtauschen oder zurückgeben und bekommen dabei ihr Geld retour - bei Rewe und Spar braucht man für letzteres einen Kassenzettel, bei Hofer und dm geht es auch ohne, als Betrag wird dann der zuletzt gültige Verkaufspreis erstattet.

Einen Maskenengpass werde es deshalb aber wohl nicht geben, da die Einzelhändler auch Masken von anderen Lieferanten beziehen, die weiter zum Verkauf angeboten werden.
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