IHaM: Der Lockdown als "Verschublok"
 
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Der Lockdown als "Verschublok"

Aufwind-Luftbilder - stock.adobe.com

Der langfristige Trend, immer mehr Weihnachtsgeschenke im Internet zu kaufen, erlebt durch Lockdown #5 einen gehörigen Boost.

Noch im November 2021, vor Lockdown #5, gaben bei einer Online-Befragung des Instituts für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) der Johannes Kepler Universität Linz rund 1.100 österreichische Konsumenten zwischen 16 und 74 Jahren an, dass sie heuer 26 Prozent ihrer Weihnachtsausgaben (rund 500 Mio. Euro) im Internet tätigen werden. Während Lockdown #5, im Dezember 2021, schnellte dieser Wert auf 30 Prozent bzw. 590 Millionen Euro in die Höhe. "Es gibt aber dennoch keinen Grund für Ladengeschäfte, die Weihnachtsdekoration schon abzuhängen. Denn der stationäre Einzelhandel bleibt auch 2021 der dominierende Einkaufskanal beim Weihnachtsshopping, obwohl das Zeitfenster für Geschenkekäufe heuer auf ein Minimum reduziert wurde und mit 'Ungeimpften' eine signifikante Kundengruppe wegfällt", erläutert Institutsvorstand Christoph Teller.

Insgesamt prognostiziert das IHaM für heuer Weihnachtsausgaben in der Höhe von 1,94 Mrd. Euro. Das ist ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Auch heuer ist nicht mit gravierenden Rückgängen bei den Ausgaben für Weihnachtspräsente zu rechnen. Die Lockdown-Verluste im Non-Food-Einzelhandel können dadurch aber nicht kompensiert werden", resümiert Ernst Gittenberger vom IHaM.
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