Ikea: Bauarbeiten laufen wieder an
 
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Bauarbeiten laufen wieder an

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Die coronabedingte Zwangspause war eine plötzliche Zäsur. Vor Ostern sind die Bauarbeiten für das innovative Ikea Projekt am Wiener Westbahnhof langsam wieder angelaufen – und zwar gleich recht spektakulär.
Die coronabedingte Zwangspause war eine plötzliche Zäsur. Vor Ostern sind die Bauarbeiten für das innovative Ikea Projekt am Wiener Westbahnhof langsam wieder angelaufen – und zwar gleich recht spektakulär.

Aufgrund der Coronakrise mussten die Arbeiten an dem Ikea Projekt am Wiener Westbahnhof vorübergehend eingestellt werden. Nun wird wieder gebaut.

Mittlerweile tut sich so einiges am Wiener Westbahnhof: Das Containerdorf in der Langauerstraße ist fast fertig und die beiden kleineren Bäume in der Gerstnerstraße sind in den Auer-Welsbach-Park übersiedelt.

Nun gehen die Bauarbeiten unterirdisch weiter. Dabei handelt es sich um eine recht spektakuläre Bauweise: Bereits im Herbst wurden Spundwände und Bohrpfähle im Boden versenkt. Nun wird Stück für Stück der Keller ausgehöhlt. Nötig wurde das aus statischen Gründen. Genau unter dem extrem begrenzten Baufeld verläuft die Tunnelröhre der U3. Diese darf sich nicht bewegen. Zahlreiche Sensoren messen jede noch so minimale Erschütterung und Bewegung. Die U-Bahn-Röhre ist auch für die Bauweise verantwortlich: Wenn zwischen den Spundwänden jeweils das Abbruchmaterial, das in den Keller verfrachtet wurde, abgegraben und abtransportiert wird, wird gleichzeitig unter dem sogenannten Deckel (der Gebäudedecke auf Mariahilferstraßen-Niveau) ein Teil der Bodenplatte betoniert. Das stellt sicher, dass immer das gleiche Gewicht auf der Röhre lastet.

Auf den bisherigen Parkplätzen in der Langauergasse wurde ein Baucontainerdorf errichtet. Nach Abschluss der Arbeiten finanziert Ikea dort die Errichtung einer für die Nachbarn attraktiven Erholungsfläche. 

Eröffnung im Sommer/Herbst 21

Innerhalb eines Jahres wird der neue Ikea am Westbahnhof seine Tore öffnen und bezeichnet sich selbst als "das innovativste Einrichtungshaus, das es aktuell in der Ikea Welt gibt". Mit insgesamt 160 Bäumen an allen vier Fassadenseiten und auf dem Dach sticht es nicht nur optisch heraus. Das Gebäudekonzept soll zum Kommen und Verweilen einladen – im Inneren und auch auf der Dachterrasse. Diese bietet einen herrlichen Blick über Wien und wird neben einem gastronomischen Angebot auch öffentlich und ohne Konsumzwang zugänglich sein. Das siebengeschossige Gebäude wird auf insgesamt fünf Ebenen ein vollwertiges Ikea Einrichtungshaus beherbergen. 250 Mitarbeiter sind für die Kunden da. Ein ansprechendes Food-Angebot bringt modernes und gesundes schwedisches Flair. An der Mariahilferstraße ziehen vier Geschäfte, die es früher schon an diesem Standort gab, mit ein. Das belebt die Fassadenseite und sorgt für Abwechslung. In die oberen beiden Etagen kommt ein Hostel der Accor Marke Jo&Joe.
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