Ikea: Ein Malm zum Mieten
 
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Ein Malm zum Mieten

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Der 45-jährige Alpaslan Deliloglu hat ambitionierte Pläne für Ikea Österreich.
Der 45-jährige Alpaslan Deliloglu hat ambitionierte Pläne für Ikea Österreich.

Nachhaltigkeit ist dem neuen Country Manager Alpaslan Deliloglu ein großes Anliegen. Neben 100 Prozent recyclebaren Produkten sollen bestimmte Möbelgruppen künftig auch gebraucht zu haben sein. 

Innerhalb von zwei Jahren Deutsch und mit seinem Sohn Klavier spielen lernen – das sind die persönlichen Ziele von Alpaslan Deliloglu, seit Dezember Country Manager von Ikea Österreich. Und auch für das Einrichtungshaus hat er ambitionierte Pläne. Allen voran: Eine Bewusstseinsänderung beim Thema Nachhaltigkeit bewirken. "Wenn ich Österreich, hoffentlich nicht allzu bald, wieder verlasse, möchte ich stolz auf den positiven Einfluss sein, den das gesamte Unternehmen auf den Klimawandel hatte", so Deliloglu. 

Mieten statt kaufen 

Ein erster Schritt wird in naher Zukunft gesetzt. Österreichweit soll es die Möbel mit den interessanten Namen nicht mehr nur zum Kaufen, sondern auch zum Mieten geben. Zusätzlich soll es möglich werden, benutzte Ikea-Möbel über das Einrichtungshaus zu verkaufen oder zurückzugeben, damit diese unter dem Motto "Gib deinen Möbeln eine zweite Chance" restauriert und wiederverkauft werden können. Ein zweiter Schritt folgt bis Ende 2020. "Alle nicht recyclebaren Kunststoffe werden aus unserem Einrichtungshaus verbannt", so Deliloglu.

Großes Ziel: Marktführer

Details über den entstehenden Ikea am Wiener Westbahnhof werden noch nicht verraten. Nur so viel: "Wir wollen Marktführer werden. Das neue Einrichtungshaus soll in Wien den Anfang machen. Das restliche Österreich wird folgen", gibt sich Deliloglu selbstbewusst. Der Umsatz spricht für dieses Vorhaben. Im Geschäftsjahr 2018/19 konnten rund 800 Millionen erwirtschaftet werden. Das Wachstum betrug fünf Prozent. Und auch die Aussichten für das nächste Geschäftsjahr, welches allerdings erst im August endet, sind mehr als gut: Die eine Milliarde-Marke wird dabei früher erreicht, als zunächst angenommen. Großer Umsatztreiber ist dabei der E-Commerce. Er macht zehn Prozent des Umsatzes aus. Daher wird auch die Ikea-App verbessert. Ob noch mehr City-Ikea-Einrichtungshäuser folgen werden? "Hoffentlich ja," kann sich der neue Country Manager vorstellen.
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