Kosmetik transparent: Individuell, natürlich,...
 
Kosmetik transparent

Individuell, natürlich, digital

Kosmetik transparent
Stefan Kukacka, Sprecher von Kosmetik transparent © Kosmetik transparent
Stefan Kukacka, Sprecher von Kosmetik transparent © Kosmetik transparent

Der Kosmetikmarkt befindet sich im Umbruch, nicht zuletzt wegen der vielen einschlägigen Auftritte in den Sozialen Medien. Eine neue Studie zeigt die Trends.

Kosmetik transparent ist eine Informationsplattform der Markenkosmetik-Hersteller, die sich seit mehr als 30 Jahren für Transparenz und markenneutrale Information bei Kosmetikthemen einsetzt. Die aktuelle Studie der Plattform zeigt, welchen Stellenwert Kosmetik für die Österreicherinnen und Österreicher hat, um ihre Persönlichkeit zu unterstreichen und die Lebensqualität zu erhalten.

Individuell

Dieser Trend ist im Kern eigentlich keiner, wird aber von Zeit zu Zeit je neu bestimmt. Wer will nicht er selbst sein? Daher verwundert es nicht, dass 79 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen in Sachen Aussehen Individualität und persönlicher Geschmack wichtiger sind, als die Meinung anderer. Das gilt übrigens auch für die befragten Männer, von denen drei Viertel meinen, dass gutes Aussehen und Schönheitspflege auch für Männer immer wichtiger werden. 46 Prozent finden es gut, wenn auch Männer häufiger Kosmetik verwenden.

Natürlichkeit

Die Natur ist zurück, so könnte man den Trend zur „Neo-Ökologie“, wie die Studie das ausdrückt, in einem Satz beschreiben. 69 Prozent aller Befragten geben an, dass Natürlichkeit und Authentizität heute wichtiger sind als nach einem bestimmten Schönheitsideal zu streben. Bei der Produktwahl achtet man auch immer stärker auf zertifizierte Nachhaltigkeit und insbesondere auf die Inhaltsstoffe, vor allem wie transparent sie ausgewiesen sind. Man sucht hochwertige und sichere Produkte, um der Gesundheit willen. Das will auch die Generation der Über-60-Jährigen, und auch bei ihnen sind Natürlichkeit und authentische Individualität wichtige Werte. „Silver Society“ genannt, ist diesen Menschen wichtig, jung zu sein, was bei ihnen auch und immer stärker eine Frage des Lebensgefühls ist.

Das bedeutet: Man greift zu Natur- und Bioprodukten. Mehr als ein Drittel der Konsumenten (35 Prozent) tut das, 24 Prozent bevorzugen Produkte mit veganen Inhaltsstoffen. Stefan Kukacka, Sprecher der Branchenplattform Kosmetik transparent, sagt: „Das heißt aber auch, dass rund drei Viertel der Menschen der konventionellen Markenkosmetik vertrauen. Das ist Bestätigung für die Hersteller, die in den vergangenen Jahrzehnten viel in Forschung und Produktsicherheit investiert haben.“ Fast jeder Zweite (48 Prozent) gibt an, er wäre bereit, für umweltfreundliche Produkte mehr zu bezahlen. Ein Drittel davon (33 Prozent) gibt bis zu zehn Prozent mehr aus, jeder Zweite sogar bis zu 20 Prozent mehr. Bis zu 50 Prozent mehr ausgeben wollen aber nur elf Prozent der Befragten.

Influencer

Social Media ist zum Leitmedium der Kosmetik geworden. Da es technisch so einfach geworden ist, sich einer großen Menge von vernetzten Menschen zu zeigen, boomen im Internet Kosmetik- und Schönheits-Blogs und -Vlogs. Die Influencer, meist sind es junge Frauen, inszenieren ihre Schönheit und stellen sich gerne selbst dar, Stichwort Selfie. Hier ist vor allem Instagram zu nennen. Stefan Kuckacka dazu: „Die Resonanz in diesen Kanälen wird zum wichtigsten Kriterium für die Bewertung des Aussehens. Aber auch als Informationskanal und zur Orientierungshilfe hat das Internet enormen Stellenwert.“ Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der befragten 16- bis 24-Jährigen sagt: „Wenn mir mein Aussehen gefällt, poste ich schon mal ein Selfie oder schicke es an Freunde.“ Diese Haltung machen sich die Influencer zunutze, denn mehr als die Hälfte (52 Prozent) der 16- bis 24-Jährigen informiert sich gern im Internet, wenn es um Körperpflege oder Kosmetik geht.

44 Prozent dieser Altersgruppe holen sich auch Anregungen, was aktuelle Styles betrifft. (Zum Vergleich: quer durch alle Altersgruppen sind dies nur 34 Prozent bzw. 23 Prozent.) 38 Prozent der 16- bis 24-Jährigen finden Webseiten und Weblogs mit Tipps zum Schminken oder zur Schönheitspflege interessant und hilfreich. An dieser Stelle relativiert sich die Rede vom Trend zur Individualität, jedenfalls scheint es eine Generationenfrage und eine Frage der Reife zu sein, ob man sich im Schönheitsempfinden eher außengesteuert sieht oder doch in sich ruht.

Studiendesign: Die Studie basiert auf einer Trendanalyse, für die Studien und Reports des Zukunftsinstituts, anderer Institute, Branchenverbände usw. ausgewertet wurden. Parallel dazu hat man im September 2018 eine österreichweite und repräsentative Online-Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt, bei der 1030 Personen ab 16 Jahren befragt wurden.
stats