RegioPlan: Innenstadt im Aufschwung
 
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Innenstadt im Aufschwung

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Diskussions-Moderator Mario Schwaiger sprach mit Thomas Hahn, Constanze Schaffner, Susanne Scherübl-Meitz und Dieter Wasserburger über die Herausforderungen und Chancen der innenstädtischen Handelszonen.
Diskussions-Moderator Mario Schwaiger sprach mit Thomas Hahn, Constanze Schaffner, Susanne Scherübl-Meitz und Dieter Wasserburger über die Herausforderungen und Chancen der innenstädtischen Handelszonen.

Bei der ersten City Tagung von RegioPlan - CASH war Medienpartner - ging es um den Handel im Kern der Städte und wohin sich dieser entwickelt.

RegioPlan hat das Veranstaltungs-Angebot erweitert und die City Tagung in der Wiener Albert Hall ins Leben gerufen. Bei der Premiere des Fachtages ging es vorrangig um die Wechselwirkungen zwischen der urbanen Raumplanung und dem Handel. Zunächst wurde der Status Quo skizziert, wofür Rolland Iltyio von RegioData Research Kennzahlen lieferte. "Während von 15 Jahren noch 40 Prozent der Kaufkraft in den Einzelhandel flossen, sind es heute nur noch 26 Prozent - das ändert den Branchenmix. Einziger Ausreißer in diesem Trend ist der Lebensmitteleinzelhandel", fasst Iltyio zusammen. Ihm folgte Wolfgang Richter von RegioPlan Consulting, der zehn Thesen zum Handel präsentierte, in denen auch häufige Fehler im Flächenmanagement aufgezeigt wurden. Schließlich setzte sich Daniela Allmeier von Raumposition Scheuvens/Allmeier/Ziegler mit der Entwicklung von urbanen Räumen auseinander. Sie zeigte die Aspekte, unter welchen eine Stadt gesehen werden kann - als Handelsplatz, Kontakt- und Konfliktzone und als Bühne.

Im zweiten Vortrags-Block ging es um die Herausforderungen und Chancen der innerstädtischen Handelsgebiete. Markus Wotruba von der BBE Handelsberatung bezeichnet den Lebensmittelhandel und die Gastronomie als "Anker dieser Handelsgebiete", welche mehr Service für die Bürger anbieten müssen. Georg Rakutt von der deutschen Local Commerce Consulting hob den Wert der Kommunikation - intern wie extern - hervor. Für das Umsetzen von Ideen für einen Standort braucht es nämlich drei Schritte: Evaluierung mit allen Teilnehmern (auch mit den Kunden), eine zum Standort passende Konzeption und schließlich die Transformation, welche rechtzeitig und breitflächig kommuniziert werden muss.

Bei der Expertenrunde wurden Thomas Hahn von Signa Real Estate Management, Constanze Schaffner von City Team Stadt- und Standortentwicklung, Susanne Scherübl-Meitz vom Büro Dr. Paula ZT und Dieter Wasserburger von Rewe International unter der Moderation von Mario Schwaiger von EHL Gewerbeimmobilien befragt, welche Chancen sie für die Entwicklung der innerstädtischen Handelszonen sehen. Für Hahn steht es im Mittelpunkt, ganzheitliche Erlebnisräume zu gestalten, Schaffnersieht dafür die Kommunikation der Wirtschaft mit der Politik und den Konsumenten als notwendig. Scherübl-Meitz ist diesbezüglich ein Fan der "Kümmerer" - Stadtmitarbeiter, welche Ansprechpartner für spezifische Gebiete eines Bezirks sind. Wasserburger betont jedoch, dass es für solche Vorhaben eine Mindestgröße bei der Stadt gibt und innerstädtische Handelszonen nicht überall funktionieren werden.

Hans Emrich von Emrich Consulting ZT forderte mehr Mut und mehr Weitsicht bei der Standortentwicklung, bevor es zur Diskussionsrunde ging. Bei dieser sprachen Rainer Trefelik von der Wirtschaftskammer Wien, Inga Horny vom Verein Stadtmarketing Austria, Alexander Kopecek von Wien 3420 aspern Development und Marcus Wild von SES Spar European Shopping Centers miteinander über die Optimierung der Handelzonen. Schnell wurde ein Tenor gefunden: Innenstädte sind nicht nur Handelsgebiete, sondern stets soziale Treffpunkte mit eigenen Bedürfnissen. Werden diese erfüllt, kommt die Kundenfrequenz von selbst - dafür braucht es jedoch einen genau abgestimmten Shopmix sowie die dazugehörige Infrastruktur. Abschließend fasste Romina Jenei von RegioPlan Consulting die Kernthesen der Veranstaltung zusammen.
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