mc world/McShark, Elektro-Shop Köck: Insolven...
 
mc world/McShark, Elektro-Shop Köck

Insolvenzen im Elektronik-Handel gehen weiter

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mc world braucht jetzt dringend einen Investor. ©McWorld
mc world braucht jetzt dringend einen Investor. ©McWorld

Niedermeyer im Vorjahr, DiTech vor wenigen Wochen. Und jetzt Elektro-Shop Köck sowie der Apple-Händler mc world. Pleiten werden im heimischen Elektro- und Elektronik-Handel zum ständigen Begleiter.

148 Dienstnehmer und rund 130 Gläubiger sind bei der Insolvenz von mc world betroffen. Geboten wird eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren. Das Unternehmen soll fortgeführt werden, wenn ein Investor gefunden wird - allerdings könnte eine Teilbereichsschließung 30 Kündigungen bedeuten, so der AKV. Die Frist für die Anmeldung von Forderungen läuft bis 5. August, erste Gläubigerversammlung ist am 7. Juli, die Prüfungs- und Berichtstagsatzung am 19. August und die Sanierungsplantagsatzung am 2. September.  Die Passiva betragen 11,8 Mio. Euro, das freie Vermögen wird mit gerade mal 726.000 Euro beziffert.

Insolvenzursachen waren laut KSV1870 zu hohe Übernahme- und Transaktionskosten im Zuge des Erwerbs der McShark Multimedia AG im Jahr 2013, eine zu geringe Eigenkapitalausstattung sowie Umsatzrückgänge. Gewisse Parallelen zu DiTech tun sich auf, wo die Investorensuche erfolglos blieb. Betroffen von der Insolvenz ist auch der Steuerzahler, denn der staatliche aws Mittelstandsfonds ist mit 30 Prozent an dem Händler beteiligt.

Von der Insolvenz des Wiener Elektrohändlers Köck sind 110 Gläubiger und 57 Beschäftigte betroffen, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 4,6 Mio. Euro. Angeboten wird eine 30-Prozent-Quote, davon zehn Prozent bar. Köck hat sechs Filialen in Wien, Wiener Neustadt und Oberwart.
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