Interseroh Austria: Interseroh prüft Klage ge...
 
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Interseroh prüft Klage gegen ARA

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Interseroh-Chef Franz Sauseng sieht sich als Kartellgeschädigter. © Interseroh
Interseroh-Chef Franz Sauseng sieht sich als Kartellgeschädigter. © Interseroh

Der Recyclingkonzern Interseroh erwägt Schadenersatz vom Wettbewerber ARA zu fordern. Denn dieser habe den Marktzutritt in Österreich verhindert.

Die EU-Kommission hat Anfang der Woche gegen die Altstoff Recycling Austria  (ARA) eine Geldbuße in Höhe von 6 Mio. Euro verhängt. Der Vorwurf lautete, dass ARA in den Jahren 2008 bis 2012 Wettbewerbern den Zugang zum österreichischen Markt für die Entsorgung von Verpackungen aus Haushalten verwehrt und bestehende Sammel-Infrastruktur nicht für Wettbewerber geöffnet haben soll. Einer dieser Wettbewerber ist Interseroh.

Der Entsorger werde die Entscheidung der Kommission zum Anlass nehmen, zu prüfen, ob und in welcher Höhe Entschädigungszahlungen durch ARA an Interseroh zu leisten sein werden. Denn auch Interseroh wollte bereits 2008 in diesen Markt eintreten und hat damals mit öffentlichen und privaten Entsorgungsunternehmen Gespräche über den Zugang zu deren Sammelbehältern geführt, wurde aber durch die ARA in wettbewerbswidriger Weise an der Mitbenutzung gehindert.

Interseroh ist im EU-Kartellverfahren als Beschwerdeführerin aufgetreten und wurde nun in ihrer Auffassung bestätigt: „Wäre Interseroh der Zugang zur Sammel-Infrastruktur des ARA-Systems bereits im Jahr 2008 ermöglicht worden, hätte sich schon damals die Wettbewerb zum Nutzen der ARA-Lizenzkunden verbessert", meint Interseroh-Chef Franz Sauseng.

Die Interseroh Austria GmbH, eine Gesellschaft der Alba Group, ist seit 1997 im Bereich Umweltdienstleistungen in Österreich tätig.
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