Zielpunkt: Investor kauft Sateks Anteile
 
Zielpunkt

Investor kauft Sateks Anteile

Johannes Brunnbauer
Jan Satek © Johannes Brunnbauer
Jan Satek © Johannes Brunnbauer

Wie die APA Dienstag Abend berichtete, verkauft Jan Satek seinen 75,1-Prozent-Anteil von Zielpunkt.

Das bestätigte Erich Schönleitner, Chef der Pfeiffer-Holding, die sich im April in diesem Jahr überraschend an Zielpunkt mit 24,9 Prozent beteiligt hat. Schönleitner macht laut APA keine weiteren Angaben zum Käufer, sagt aber, dass es sich um einen strategischen Partner handle. Von Zielpunkt bzw. Jan Satek gab es bis jetzt noch kein eigenes Statement, er soll sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Die beiden Vorstände Thomas Janny und Stephan Seyfried (Vertrieb/Finanzen) werden die operative Führung übernehmen.  

Pfeiffer hat erst kürzlich 18 Zielpunkt-Märkte gekauft und will diese als Unimarkt weiterführen. In der Gerüchteküche wird als Käufer neben einem Finanzinvestor auch der größte Lebensmittelhändler Edeka gehandelt, der in Deutschland mit Netto eine Diskontschiene führt.

Pfeiffer hat das Vorkaufsrecht auf fünfzig Prozent der Zielpunkt-Anteile, will dies aber offenbar zumindest in nächster Zeit nicht nützen. Gegen einen Verkauf an Edeka spricht der Umstand, dass Janny und Seyfried dem Vernehmen nach an Pfeiffer berichten.

Wie dauerhaft sich die Verkaufsgerüchte um Zielpunkt in den letzten Monaten gehalten haben – trotz stetiger Dementi seitens Satek – zeigt auch die Coverstory in der November-Ausgabe von CASH (zum Download auf cash.at verfügbar). In einer anonymisierten Umfrage unter Markenartiklern über den Lebensmittelhandel lautet ein Beurteilungsergebnis zu Zielpunkt: permanente Übernahmegerüchte, was letztlich auch generell ein Grund für schwierige Verhandlungen sei.

Weitere Details zum Zielpunkt-Verkauf folgen in Kürze.
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