DiTech: IT-Händler ist insolvent, Investor dr...
 
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IT-Händler ist insolvent, Investor dringend benötigt

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DiTech kämpft ums Überleben. ©DiTech
DiTech kämpft ums Überleben. ©DiTech

Im Herbst 2013 konnte eine Liquiditätskrise mit Hilfe von Banken, Lieferanten und Versicherungen noch gestemmt werden. Doch jetzt musste der 1999 gegründete IT-Händler Insolvenz anmelden.

Ob eine Liquidierung wie vergangenes Jahr im Falle Niedermeyer vermieden werden kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Fest steht nur, dass dringend ein Geldgeber gefunden werden muss, um die Geschäfte - derzeit gibt es 22 Filialen - fortführen zu können. Angeblich steht ein polnischer Investor kurz davor, bei Ditech einzusteigen. Das bestätigte auch der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gegenüber der APA. Die Kreditschützer sind positiv gestimmt und rechnen derzeit mit guten Chancen für eine Rettung. Spätestens Ende dieser Woche dürfte jedenfalls Näheres bekannt sein, sobald beim Wiener Handelsgericht ein Antrag auf Einleitung eines Sanierungsverfahrens vorliegt.

DiTech wurde von Damian und Aleksandra Izdebski 1999 gegründet und war in den vergangenen Jahren der am schnellsten wachsende IT-Händler in Österreich. In den letzten Wochen ging der Firma aber die Puste aus. 2012 schaffte man bei rund 120 Millionen Euro Umsatz noch einen klitzekleinen Gewinn von knapp 146.000 Euro. Der Schuldenstand lag bei 22,7 Millionen Euro. Für das abgelaufene Jahr liegt noch keine Bilanz vor. Noch im Dezember des Vorjahres wurde das Eigenkapital um 120.000 Euro auf immer noch magere 320.000 Euro erhöht. Die neuerlichen Liquiditätsprobleme werden auch mit einem deutlich schlechter als erwartet gelaufenen Weihnachstgeschäft in Zusammenhang gebracht, das in besseren Zeiten rund ein Sechstel des Jahresumsatzes einfuhr.

Das Sanierungsverfahren dürfte jedenfalls nicht ohne die Schließung einiger Filialen und der Kündigung von 60 bis 80 der zur Zeit noch rund 300 Mitarbeiter einhergehen. Um Geld in die Kassen zu bekommen, muss man auch dringend wieder Ware zumindest gegen Barzahlung beschaffen können. Aktuell können täglich zwischen 200 bis 300 Bestellungen mangels Verfügbarkeit der gewünschten Artikel nicht ausgeliefert werden, was den Umsatz noch weiter drückt.
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