Lekkerland: Jahr des Übergangs bei Lekkerland
 
Lekkerland

Jahr des Übergangs bei Lekkerland

Andreas Bruckner
Ralf Teschmit, Geschäftsführer von Lekkerland Österreich © Andreas Bruckner
Ralf Teschmit, Geschäftsführer von Lekkerland Österreich © Andreas Bruckner

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 hat die Lekkerland AG & Co. KG ihren Umsatz um 127,2 Mio. Euro auf 11,484 Mrd. Euro  gesteigert.

Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr von 50,8 Mio. Euro auf 80,3 Mio. Euro. Dieser Gewinn ist auf das gute Ergebnis in Deutschland zurückzuführen, das von einem  positiven Sondereffekt aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Convenience Concept im vergangenen Jahr profitierte. 
„2012 war für uns ein Jahr des Übergangs, in dem wir mit der Entwicklung unserer neuen Unternehmensstrategie die wesentlichen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt haben,“ erläutert  Michael Hoffmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der  Lekkerland AG & Co. KG.

So erfolgte vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung in Rumänien, Polen und Tschechien  im Jahr 2012 eine sorgfältige Analyse der Landesgesellschaften in Osteuropa. Dabei wurde deutlich, dass sich das Kerngeschäft von Lekkerland dort  aufgrund struktureller Gegebenheiten langfristig nicht erfolgreich umsetzen lässt.

Ende des Jahres 2012 hat Lekkerland sich daher entschieden, die Landesgesellschaft in Rumänien im April 2013 zu schließen und sich von den Geschäftsaktivitäten in Tschechien und Polen zu trennen. „Wir prüfen derzeit verschiedene Optionen für diese Trennung“, erklärt Michael Hoffmann. „Unser Ziel ist es, die Lekkerland Gruppe durch einen konsequenten Fokus auf unser strategisches Kerngeschäft gut für die Zukunft aufzustellen. Dies ist  in diesen drei Ländern nicht möglich.“ Aufgrund dieser Entscheidung werden diese Landesgesellschaften im Konzernabschluss 2012 als „nicht fortgeführter Geschäftsbereich“ dargestellt. Bereinigt um den Geschäftsbereich Osteuropa läge das Konzern-Jahresergebnis 2012  bei 110,7 Mio. Euro, was ein Plus von 44,7 Mio. Euro gegenüber 2011 darstellt.

Lekkerland Österreich
Die Entwicklung der Unternehmensstrategie „Convenience 2020 – Agenda for Success“ bedeutet für Lekkerland Österreich einen wesentlichen Schritt in die Zukunft. „Künftig werden wir auch in Österreich einen klaren Fokus auf unser Kerngeschäft legen und unser Vorgehen konsequent am Zielbild der Strategie ausrichten“, erklärt Ralf Teschmit, Geschäftsführer von Lekkerland Österreich. Für Lekkerland Österreich steht im Rahmen der Strategieumsetzung insbesondere das Wachstum mit Regionalkunden im Fokus. So überzeugte das Unternehmen 2012 Neukunden mit einem neuen, flexibleren Logistikkonzept: Der Einsatz von kleineren Lieferfahrzeugen ermöglicht eine höhere Anzahl an Stops, flexiblere Belieferungen in der Innenstadt sowie die Möglichkeit kleiner Bestellmengen für den Kunden. Das Konzept startete im April 2012 in Salzburg und wurde im Dezember erfolgreich auf Wien ausgeweitet.
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