Rewe International AG: Jetzt mit Pro Planet H...
 
Rewe International AG

Jetzt mit Pro Planet Hühnerfleisch

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Ab März wird bei Billa, Merkur und Adeg das komplette Hühnerfrischfleischsortiment der Eigenmarken „Hofstädter“ und „Mit Leib und Seele“ mit dem Nachhaltigkeits-Label Pro Planet ausgezeichnet.

Damit schafft die Rewe International AG neue Standards in der konventionellen Hühnermast. „Raus aus der Nische“ heißt es damit für nachhaltigere
Hühnerfleischartikel im gesamten Vollsortimentsbereich des Unternehmens. Beim Pro Planet Huhn werden wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt und optimiert: Mit höher angelegten Standards – durch zum Beispiel geringere Besatzdichte, mehr Tageslicht und Beschäftigungsmaterial – setzt Rewe damit neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und bietet Konsumenten eine hochwertige Alternative beim Kauf von Hühner-Frischfleisch.

Die höheren Kosten durch die verbesserten Haltungsbedingungen werden von der Rewe mit einem fixen Preis-Aufschlag abgegolten. Zusätzlich unterstützt das Unternehmen die landwirtschaftlichen Betriebe bei den Investitionen in die Stallungen hierfür mit einem Zuschuss von 400.000 Euro.

Seit der Einführung des Nachhaltigkeits-Labels Pro Planet im Jahr 2010 wurden in Österreich etwa 100 Artikel mit Pro Planet ausgelobt. Diese belasten die
Umwelt während ihrer Herstellung, Verarbeitung und Verwendung deutlich weniger als herkömmliche, konventionelle Artikel. Nach Obst und Gemüse, Eiern, Fisch – und im Non-Food-Bereich Blumen – folgt nun das Hühnerfleisch: Bei Billaund Merkur wird das Pro Planet Frischfleisch vom Huhn unter der Eigenmarke „Hofstädter“, bei Adeg unter der Eigenmarke „Mit Leib und Seele“ gelauncht.

Hat die Rewe International AG mit der Bio-Eigenmarke Ja! Natürlich in der Vergangenheit bereits Pionierarbeit geleistet und neue Maßstäbe bei
Qualität, Tierschutz und Umweltschutz gesetzt, so beschreitet das Unternehmen diesen Weg nun verstärkt auch im konventionellen Bereich. Damit sind nachhaltigere Hühnerfleischartikel keine Nischenprodukte mehr – sie decken den gesamten Sortimentsbereich des Unternehmens ab.

Die neuen Pro Planet Standards für Hühnerfleisch umfassen ein umfangreiches Maßnahmenpaket, an dessen Erstellung mehr als ein Jahr lang gearbeitet wurde. Insgesamt wurden 15 konkrete Maßnahmen zur Verbesserung in den Pro Planet Vorgaben festgeschrieben. Unter anderem bekommen die Tiere künftig mehr Platz im Stall – durch die geringere Besatzdichte haben die Tiere rund 20 Prozent mehr Platz zur Verfügung. Weiters werden sie mit mehr Tageslicht wie auch Beschäftigungsmaterial wie zum Beispiel Strohballen versorgt. Auch bei der Fütterung der Hühner gibt es wesentliche Verbesserungen hinsichtlich Nachhaltigkeit: So stellte die Rewe bereits in einem ersten Schritt das Futter Anfang 2012 auf gentechnikfreien Sojaschrot um. In den kommenden Jahren wird zudem der Anteil an europäischem Sojaschrot sukzessive erhöht – die
Verwendung von Überseesoja soll bis zum Jahr 2017 komplett eingestellt und durch Soja aus Europa sowie durch alternative Eiweißquellen ersetzt werden.

Im Rahmen der Pro Planet Vorgaben wird natürlich auch auf das Stallklima geachtet: Entsprechende Werte in der Luftfeuchtigkeit, im Luftwechsel, in der Stalltemperatur und in der Staubbelastung müssen gewährleistet sein. Mittelfristig sollen die Stallungen auch mit erhöhten Sitzgelegenheiten für die Tiere ausgestattet werden, um den Hühnern noch mehr Raum zu bieten.

Tanja Dietrich-Hübner, Leiterin der Nachhaltigkeitsabteilung bei Rewe International AG, betont dabei die kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Bei diesem Projekt haben alle Partner an einem Strang gezogen. Es war ein langwieriger Prozess, umso mehr freuen wir uns darüber ab Anfang März Hühnerfleisch unter dem Label Pro Planet ausloben zu können. Um eine kontinuierliche Verbesserung der Tierhaltung und auch des Tierwohls zu erzielen, wird die Umsetzung der Pro Planet Vorgaben für Hühnerfleisch und das damit verbundene Maßnahmenpaket von Experten der veterinärmedizinischen Universität begleitet.“ Knut Niebuhr, Leiter der Arbeitsgruppe Geflügel am
Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Veterinärmedizinischen Universität Wien, erklärt die Vorgehensweise: „Gemeinsam mit der Rewe International AG, den Partnerunternehmen, den Tierärzten und den Haltern sammeln wir relevante Daten, analysieren diese auf Basis unserer neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, zeigen Optimierungspotenziale auf und machen Verbesserungsvorschläge, um so eine nachhaltige Verbesserung des Tierwohls zu erreichen.“

Um die Einhaltung der Vorgaben bei den Partnerunternehmen Wech, Titz, Kostrhon und Reicher sowie deren Vertragsbetriebe sicherzustellen, werden regelmäßige Kontrollen durch staatlich anerkannte, externe Prüfungsstellen vor Ort durchgeführt. Dabei werden alle Vorgaben überprüft. Auch die
gesetzlichen sozialen Mindeststandards, etwa bei Arbeitszeiten oder bei Kollektivverträgen, werden geprüft. Wech-Geschäftsführer Karl Feichtinger: „Mit dem Pro Planet Huhn wird ein weiterer zukunftsweisender Schritt für Qualität und ein nachhaltigeres Tierwohl gesetzt, weshalb wir den Start des Projektes, das in kooperativer Zusammenarbeit mit Rewe International AG aus der Taufe
gehoben wurde, begrüßen.“

Auch für Tanja Dietrich-Hübner ist die Implementierung von noch höheren
Tierschutzstandards bei der Hühnerzucht ein bedeutender Schritt in Sachen Qualitätssicherung: „Die von uns gesetzten Schritte sind besser für die Tiere und besser für die Umwelt. Mit der Umstellung auf das Pro Planet Label leisten wir gemeinsam mit den externen Projektpartnern und den Landwirten wichtige Pionierarbeit. Ob das ein Erfolg wird, hängt schlussendlich von den Konsumenten ab. Mit der Entscheidung zum Kauf von Pro Planet Hühnerfleisch von ‚Hofstädter‘ und ‚Mit Leib und Seele‘ unterstützen sie eine nachhaltigere Zukunft der Hühnermast.“
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