Signa: Karstadt einigt sich mit Gewerkschaft
 
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Karstadt einigt sich mit Gewerkschaft

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Karstadt kehrt mittelfristig in die Tarifbindung zurück. © Karstadt
Karstadt kehrt mittelfristig in die Tarifbindung zurück. © Karstadt

Der deutsche Warenhausfilialist hat sich nach langjährigem Streit mit der Gewerkschaft auf einen Tarifvertrag für die 15.000 Angestellten geeinigt.

Karstadt und die Gewerkschaft Verdi haben sich unter anderem auf eine langjährige Standort- und Beschäftigungssicherung sowie künftige Entgeltsteigerungen geeinigt. Weihnachts- und Urlaubsgeld soll zum Teil als Warengutschein erfolgen. Der Eigentümer Signa verzichtet dafür auf Lizenz-/Dividendenzahlung. Ziel der Vereinbarung sei die vollständige Rückkehr in die Tarifbindung bis spätestens 2021, erklärte Karstadt. Der Konzern hatte die Tarifbindung für die 15.000 Beschäftigten im Mai 2013 gekündigt.

„Wichtig ist, dass nun sowohl Klarheit für unsere Mitarbeiter über unseren Tarifweg besteht, als auch diese Vereinbarung auf tariflicher Ebene die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Karstadt berücksichtigt. Erstmalig werden Entgeltsteigerungen von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig gemacht. Außerdem haben wir eine konstruktive Basis für weitere Gespräche mit ver.di über die Modernisierung der Entgeltstrukturen geschaffen.“, kommentiert Arbeitsdirektor und CFO Miguel Müllenbach. 

Karstadt war in einer schweren wirtschaftlichen Krise, ist aber bereits seit einigen Monaten scheinbar auf Erholungskurs. Im November vermeldete der Konzern ein Ebitda in Höhe von 50 Mio. Euro, der Umsatz  war allerdings rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Der österreichische Eigentümer René Benko (Signa) macht immer wieder Konzessionen, um das Warenhaus auf Vordermann zu bringen.

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