Kastner-Gruppe: Ein Jahr der Gegensätze
 
Kastner-Gruppe

Ein Jahr der Gegensätze

Kastner/studiohuger.at
Die Kastner-Geschäftsführer Herwig Gruber, Christof Kastner und Andreas Blauensteiner (v. l.)
Die Kastner-Geschäftsführer Herwig Gruber, Christof Kastner und Andreas Blauensteiner (v. l.)

Während der Nah&Frisch-Großhandel, Biogast und myProduct.at Rekordumsätze verzeichneten, erlebten die Abholmärkte und der Gastrodienst starke Einbrüche, sodass der Umsatz der Kastner-Gruppe im Jahr 2020 um 9,3 Prozent auf 225,5 Mio. Euro zurückging.

Christof Kastner bezeichnet das Jahr 2020 als eine Zäsur. Schließlich war sein Unternehmen in den letzten Jahrzehnten mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten stets sehr erfolgsverwöhnt. Nun ging es erstmals einen Schritt zurück, wenn man so will auf das Niveau des Jahres 2018. Damals erwirtschaftete die Kastner-Gruppe einen Umsatz von 225,02 Mio. Euro und auch 2020 waren es 225,51 Mio. Euro, nachdem man 2019 einen neuen Rekordstand von 248,65 Mio. Euro einfuhr.

Auch wenn 2020 insgesamt ein Umsatzminus von 9,3 Prozent zu Buche steht, gab es im Vorjahr ebenso einige starke Wachstumsfelder. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, legte das Handelsgeschäft von myProduct.at - die Kastner-Gruppe ist an dem Online-Unternehmen zu 60 Prozent beteiligt - mit einer Vervierfachung des Umsatzes am meisten zu. Sehr gut lief es auch für den Kastner Großhandel (Nah&Frisch Großhandel, Kastner Stop+Shop, Biogast), der um 12,1 Prozent auf 104,6 Mio. wuchs. Betrachtet man rein den Bio-Großhändler Biogast, gab es dank stark gestiegener Nachfrage aus dem Bio-Fachhandel ein Wachstum um 18,9 Prozent auf 55,9 Mio. Euro. 

Die Kastner Abholmärkte und der Gastrodienst bekamen die negativen Auswirkungen der Coronaviruspandemie jedoch voll zu spüren. Während erstere ein Umsatzminus von 16,0 Prozent auf 44,6 Mio. Euro zu bewältigen haben, waren es beim Gastrodienst gar minus 30,7 Prozent auf 63,0 Mio. Euro. Da Gastronomie und Hotellerie nach wie vor vom Lockdown betroffen sind, waren bei der Kastner-Gruppe Ende Jänner 2021 254 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Zur Hochphase befanden sich im Vorjahr rund 400 der insgesamt 900 Kastner-Mitarbeiter in Kurzarbeit. Betriebsbedingte Kündigungen gab es laut Christof Kastner 2020 übrigens keine.

Einen ausführlichen Bericht über den Geschäftsverlauf 2020 sowie Projekte der Kastner-Gruppe im laufenden Jahr lesen Sie in der Februar-Ausgabe von CASH.    
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