Marionnaud: Kein Grund zur Sorge
 
-
® Marionnaud
® Marionnaud

Mit optimalem Kundenservice und Innovationsfreude will die französische Parfümeriekette Marionnaud die Krise gut überstehen und auch 2009 weiter wachsen.

Wir sind gewohnt, uns stets besser zu entwickeln als der Wettbewerb und rechnen auch für 2009 nicht mit einem Umsatzrückgang“, zeigt sich Marionnaud-Geschäftsführer Markus Reichenspurner optimistisch. Seit dem Jahr 2001 konnte der Parfümerie-Spezialist seinen Umsatz um 60 Prozent steigern und damit jährlich um etwa zehn Prozent wachsen. Von den wirtschaftlich schwieriger werdenden Rahmenbedingungen lässt sich Reichenspurner nicht verunsichern und rechnet auch heuer damit, die Marktbegleiter um ein bis zwei Prozentpunkte zu überholen.

Kaufzurückhaltung bremsen



Um dieses Ziel erreichen zu können, braucht es nun viel Flexibilität, um die Unternehmensstrategie an die geänderten Bedürfnisse anzupassen. Man müsse sich darauf einstellen, dass sich Dinge laufend verändern, betont der Manager. Wichtig sei es vor allem, so Reichenspurner weiter, die Kosten im Griff zu haben und nicht voreilig an Marketingaktivitäten zu sparen.  Überzeugt werden müssen aber in erster Linie die Kunden, denn ein Ansteigen der Sparsamkeit ist bereits spürbar: „Natürlich merkt man die Kaufzurückhaltung da und dort, wenngleich man auch sehen kann, dass Kunden – wenn man richtige Promotions hat – auch einkaufen kommen“, betont der Geschäftsführer.

Neben dem Ankurbeln der Kaufkraft investiert Marionnaud aber auch gezielt in das Vertrauen der Konsumenten.  Der Duft-, Pflege- und Make-up-Spezialist legt in seinen Filialen großen Wert auf hohe Beratungsqualität, um die Kunden in all ihren Bedürfnissen bestens zu betreuen. Dass dies gut angenommen wird, freut Reichenspurner besonders und bestätigt ihn darin, an Bewährtem und Erfolgreichem weiter festzuhalten: „Durch den gezielten Mix aus den Bausteinen Nähe zum Kunden, Service und Beratung sowie gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hebt sich Marionnaud vom Mitbewerb ab und untermauert mit einem Marktanteil von über 30 Prozent seine Position als Marktführer“, resümiert der Branchenprofi.

Erste Marionnaud Eigenmarke



Um sich aber noch stärker am Markt zu positionieren, punktet das Unternehmen seit Kurzem mit seiner ersten Eigenmarke  namens „BIO par Marionnaud“, die seit April österreichweit in allen Filialen erhältlich ist. Die neue Pflegelinie umfasst – wie der Name bereits erahnen lässt – ausschließlich Bio-Produkte. Reichenspurner beschreibt die Neueinführung wie folgt: „Wir wollten einfach eine eigene, moderne Marke kreieren, die bio ist und über eine Top-Qualität verfügt. Mit dem angesehenen Phyt’s Labor in Frankreich haben wir ein Unternehmen gefunden, das unsere hohen Ansprüche an die Auswahl von Produkten, Texturen und Düften auch umgesetzt hat.“ Mit dieser Pflegelinie beweist die französische Parfumeriekette neben ihrer Experimentierfreudigkeit aber auch jede Menge Mut. Denn die Überlegung, ein Nischenprodukt mit dem eigenen Namen zu versehen, birgt ein hohes Risiko, weiß der Unternehmer: „Wenn das Produkt scheitert, schadet es der Marke Marionnaud.“ Nach einem Scheitern sieht es aber derzeit keineswegs aus, denn die ersten Verkäufe haben die Erwartungen bei Weitem übertroffen und die Entwicklung zeigt sich laut Reichenspurner äußerst positiv.

Im Wettbewerb mit Bipa und dm



Obwohl Eigenmarken im Kosmetiksektor noch eine weniger starke Rolle als im LEH spielen, sieht Reichenspurner hier sehr großes Potenzial: „Wir sind überzeugt davon, dass im Bereich der Eigenmarken noch viel möglich ist und dieses Segment in Zukunft ein sehr starkes werden wird.“ Generell beurteilt der Branchenkenner diese Marktentwicklung positiv, da sich dadurch Alleinstellungsmerkmale ergeben und eine Abgrenzung zum Mitbewerb erfolgt. Als stärkste Konkurrenz in Europa bezeichnet Reichenspurner Douglas und Sephora, er räumt aber auch Bipa und dm eine bedeutende Marktstellung ein: „In den Bereichen, wo es Sortimentsüberschneidungen gibt, konkurrieren wir auch mit diesen Ketten. Im Duftsektor handelt es sich bei beiden Unternehmen aber doch eher um Diskontformate, welchen eine andere Linie und Strategie zugrunde liegt, als dies bei Marionnaud der Fall ist.“

Neben dem wachsenden Segment der Eigenmarken und dem Abzielen auf Bio- und Naturprodukte bemerkt Reichenspurner in der Kosmetikbranche wenige große Trends und zieht eine Parallele zum Fashion-Bereich: „Man möchte jedem kleinen Trend genügen und versucht von allem ein wenig in sein Geschäftskonzept zu integrieren.“



MARONNAUD PARFUMERIES AUTRICHE GMBH
Fakten und Zahlen

Eröffnung: 1984 in Frankreich, seit 2001 in Österreich, seit 2002 europaweite Expansion
Filialen weltweit: 1.236 in 13 Ländern (darunter Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Portugal, Polen, Ungarn, die Tschechische Republik, Slowakei, Rumänien und Marokko)
Filialen Österreich: 100
Geamtverkaufsfläche Österreich: über 10.000m2
Mitarbeiter Österreich: über 600
Besucherfrequenz Österreich: 40.000 Kunden pro Woche

Quelle: Unternehmensangaben





Markus Reichenspurner ist stolz auf die erste Marionnaud Eigenmarke "Bio par Marionnaud".® Marionnaud
-
Markus Reichenspurner ist stolz auf die erste Marionnaud Eigenmarke "Bio par Marionnaud".® Marionnaud
stats