EHI Retail Institute: Kein Shoppen ohne Einka...
 
EHI Retail Institute

Kein Shoppen ohne Einkaufswagen

Foto: dm drogerie markt
© Foto: dm drogerie markt
© Foto: dm drogerie markt

Einkaufskörbe und Einkaufstrolleys zum Hinterherziehen sind beliebte "Mitnahmeartikel". Im Schnitt werden jährlich 25 bis 30 Prozent dieser Einkaufshilfen entwendet, in manchen Märkten beträgt die Rate sogar 50 Prozent.

Einkaufswagen tragen erheblich zum Einkaufserlebnis bei. Vom Kinder-LKW für den Nachwuchs über den Rollator mit Korb für Senioren bis zum tragbaren Einkaufskorb gibt es für nahezu jeden etwas Passendes. Die Typenvielfalt lässt kaum Wünsche offen. Auch die Größe der Einkaufswagen hat sich in den letzten Jahren erheblich erhöht, dies ergab eine aktuelle Befragung des EHI unter selbstständigen Supermarktbetreibern.

Um den Einkauf so angenehm wie möglich zu gestalten, stehen den Kunden durchschnittlich drei bis vier unterschiedliche Einkaufswagen in kleinen und bis zu sechs Typen in großen Supermärkten zur Verfügung. Die Standardeinkaufswagen haben heute ein durchschnittliches Volumen von 131 Litern in kleinen und von 142 Litern in großen Supermärkten. Im Schnitt hält jeder Supermarkt neun Einkaufswagen pro 100 qm Verkaufsfläche bereit.

Viel Service für wenig Geld



Dabei ist die Investition, die die Händler tätigen, um den Kunden den Einkauf so angenehm wie möglich zu machen, relativ gering. Abhängig von Ausstattung und Gestaltung der Wagen variieren die Preise. Ein Einkaufswagen mit durchschnittlich 142 Litern Volumen, Kindersitz und Getränkeablage kostet zwischen 150 und 200 Euro. Größere Wagen mit aufwändigerem Design sind entsprechend teurer. Meistens werden die Wagen im Zuge einer Modernisierung der Ladeneinrichtung alle sieben bis 10 Jahre ausgetauscht. Für den Händler bedeutet dies dann eine Investition von etwa 25.000 Euro in kleinen und von rund 50.000 Euro in großen Supermärkten.

Beliebte ‚Mitnahme-Artikel‘



Einkaufskörbe zum Tragen und Einkaufstrolleys zum Hinterherziehen sind beliebte 'Mitnahmeartikel' in den Märkten. Im Schnitt werden jährlich 25 - 30 Prozent dieser Einkaufshilfen entwendet, in manchen Märkten beträgt die Rate sogar 50 Prozent. Bei Einkaufswagen variiert der Schwund - je nach Lage und Umfeld des Marktes kann die Klau-Rate bis zu zehn Prozent machen.

Die Händler nutzen ihre Einkaufswagen auch für Werbezwecke. So wird mehrheitlich durch farbliche Gestaltung und Schriftzug des Handgriffs die Zugehörigkeit zur jeweiligen Handelszentrale hervorgehoben. Nur rund ein Viertel der Händler werben auf dem Handgriff für das eigene Geschäft.

Insgesamt sind die befragten Händler mit ihren Einkaufswagen sehr zufrieden, würden als Verbesserung aber größere Einkaufswagen mit Wegfahrsperren und Klemmvorrichtung für Einkaufszettel sehen.

Das EHI hat in persönlichen Interviews die selbstständigen Betreiber von zehn kleinen Supermärkten mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von 1.400 qm und zehn großen Märkten mit einer durchschnittlichen Fläche von 3.000 qm befragt.
stats