Metro/Media-Saturn: Kellerhals klagt gegen Me...
 
Metro/Media-Saturn

Kellerhals klagt gegen Metro-Aufspaltung

Metro AG
Media-Saturn soll bald Ceconomy heißen. © Metro AG
Media-Saturn soll bald Ceconomy heißen. © Metro AG

Der Media-Saturn Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals klagt gegen die Aufspaltung der Metro AG. Auch andere Aktionäre gehen gegen die ambitionierten Pläne vor.

Die Unternehmensholding Convergenta des Media-Saturn Miteigentümers Erich Kellerhals hat beim Landgerichts Düsseldorf Klage gegen die Aufspaltungspläne der Metro AG eingelegt. Auch der umtriebige Kölner Investor Karl-Walter Freitag soll Rechtsmittel gegen den Beschluss des Handelskonzerns ergriffen haben. Er hat bereits mehrfach gegen den Konzern geklagt und auf der Hauptversammlung den jüngsten Plan als "ökonomisches Nullsummenspiel" kritisiert.

Kellerhals liegt seit Jahren im Clinch mit der Metro AG. Er hält 21 Prozent der Anteile an Media-Saturn und hat in der Vergangenheit immer wieder gegen die Strategie der Metro AG opponiert. Zuletzt wurde eine Schlichtung unter Leitung des Investors Clemens Vedder zunächst erfolglos abgebrochen worden.

Die Anfechtungsklage von Kellerhals könnte die Aufspaltung der Metro AG zumindest verzögern. Vorstandschef Olaf Koch plant den Konzern bis Mitte des Jahres aufzuspalten und in zwei Gesellschaften zu überführen. Die Hauptversammlung der Metro hatte am 6. Februar mit großer Mehrheit für diesen Plan gestimmt. Das Lebensmittelgeschäft soll künftig unter Metro geführt werden, während der Elektronikhandel rund um Media Markt und Saturn unter dem Namen Ceconomy geführt werden soll.

Ein Metro-Sprecher gibt sich indessen gelassen: Metro gehe nach wie vor davon aus, dass die Spaltung Mitte 2017 wirksam werde. 
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