Kommentar: Neues Jahr, neues Glück!
 
Markus Wache

Sind Sie gut ins neue Jahr gerutscht? Wir hoffen ja, denn dann geht es Ihnen wie uns. Wir sind gut angekommen im vielzitierten neuen Jahrzehnt und starten top motiviert mit zwei neuen Kolleginnen im Team. Christina Grießer und Daniela Purer bringen frischen Wind in die CASH-Redaktion und werden sich neben der Printausgabe auch verstärkt dem Onlineauftritt von cash.at widmen.


Gut begonnen hat das neue Jahr dem Vernehmen nach aber auch für die Spar, denn die jüngsten Marktanteile zeigen, dass die Salzburger den Abstand zur Rewe Group in Österreich im Dezember des Vorjahres deutlich verringern konnten. Wer die Wiener Neudorfer Manager kennt, weiß aber, dass diese das Aufrücken ihres größten Konkurrenten nicht einfach so hinnehmen werden, und so ist davon auszugehen, dass der Kampf um die Marktführerschaft im LEH auch im Jahr 2020 wieder an Schärfe zulegen wird.
Und auch wenn sich zu Jahresbeginn im Hinblick auf die Zukunft niemand so recht in die Karten blicken lassen will, und man sich in Sachen geplante Aktivitäten noch bedeckt hält, bin ich überzeugt davon, dass uns das über Rabatte und Aktionen geführte Thema Preis auch weiterhin in Schach halten wird. Darüber hinaus bleibt es abzuwarten, wie die Händler ihre Eigenmarkenstrategien weiterentwickeln und welche Überraschungen deren Jubiläen für die Industrie bereithalten. So feiert zum Beispiel Interspar heuer 50. Geburtstag, Unimarkt wird 45, Bipa 40 und Spar Gourmet 20.

Ob Händler oder Hersteller, fest steht jedenfalls schon jetzt, dass zahlreiche neue Herausforderungen auf die Branche warten. Klimawandel, neue Verpackungslösungen oder die Diskussion ums Pfand auf Einwegflaschen sind nur einige Themen, die auch 2020 wieder hochkochen werden. Spannend bleibt auch, ob die Versprechungen des türkis-grünen Regierungsprogramms halten werden, das von Wirtschaftskammer und Handelsverband aktuell noch recht positiv gesehen wird.

Und als ob das alles noch nicht genug wäre, wächst aktuell eine Generation an Konsumenten heran, die sich nicht mehr zwischen Verantwortung und Erlebnis entscheiden will und nur mehr dann bereit ist auf etwas zu verzichten, wenn sie dafür auch etwas bekommt. Dass der hohe Anspruch an Qualität gerade für die Jungen extrem wichtig ist, diese aber in Zukunft nicht mehr so sehr bereit sein werden, dafür tiefer in die Geldbörse zu greifen, verlangt von der Branche einen Balanceakt, der nur mit viel Kreativität und Engagement zu meistern sein wird,
meint Ihre
Michaela Schellner
„Der Kampf um die Marktführerschaft im LEH wird 2020 an Schärfe zulegen.“
Michaela Schellner

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