Creditreform: Konjunktur verliert an Schwung
 
Creditreform

Konjunktur verliert an Schwung

Creditreform
Das Klimabarometer der vier Hauptwirtschaftsbereiche © Creditreform
Das Klimabarometer der vier Hauptwirtschaftsbereiche © Creditreform

Die Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung hat im Herbst 2018 1.700 österreichische KMU nach der aktuellen Wirtschaftslage und den Ausblicken für die kommenden sechs Monate befragt.

Ausgangspunkt für die Befragung der Klein- und Mittelunternehmen (KMU) ist der Wert des Creditreform-Klimabarometers, der im Vergleich zu 2017 nur um 1,6 Zähler zugelegt hat – die Kurve flacht ab. Von einer abschwächenden Wirtschaftsdynamik sei aber noch nicht viel zu spüren, so Creditreform in einer Aussendung. Besonders erfolgreich lief es in den letzten Monaten für die Betriebe des verarbeitenden Gewerbes (plus 30,6 Punkte; Vorjahr: plus 27,9 Punkte) und der Baubranche (plus 30,1 Punkte; Vorjahr: plus 27,0 Punkte). Mit einem Plus von 3,1 Zählern gelang den mittelständischen Bauunternehmen damit auch der größte Zuwachs aller vier Hauptwirtschaftsbereiche. Mit deutlichem Abstand folgen die Dienstleistungsbranche (plus 22,9 Punkte; Vorjahr: plus 24,6 Punkte) und der Handel (plus 21,7 Punkte; Vorjahr: plus 19,4 Punkte). Im Gegensatz zu den anderen Hauptwirtschaftsbereichen gab bei der Dienstleistungsbranche das Creditreform Klimabarometer nach und zwar um 1,7 Zähler.

Ein paar Zahlen aus dem Handel

Betrachtet man den allgemeinen Geschäftslageindex, dann stieg dieser um 2,9 Zähler auf heuer plus 27,9 Punkte (2017: plus 25,0 Punkte). Wenn man branchenbezogen den Handel herausgreift, dann beim Handel waren es sogar 4,0 Zähler (plus 23,1 Punkte; Vorjahr: plus 19,1 Punkte); es war/ist also ein gutes Jahr. Das zeigen auch die Umsatzsteigerungen: Jeder dritte Befragte freute sich über Umsatzsteigerungen, in Zahlen ausgedrückt 32,1 Prozent (2017: 31,1 Prozent). Zum Vergleich: Die meisten Umsatzsteigerungen verbuchten das verarbeitende Gewerbe (43,4 Prozent; Vorjahr: 44,7 Prozent) und die Bauwirtschaft (35,4 Prozent; Vorjahr: 43,8 Prozent). Allerdings klagte beim Handel auch jeder fünfte (20,6 Prozent; 2017: 19,9 Prozent) über ein Umsatzminus – so viel wie in keinem anderen Hauptwirtschaftsbereich. Somit erzielte dessen Saldo aus gestiegenen und gesunkenen Umsätzen mit plus 11,5 Prozentpunkten den niedrigsten Wert aller vier Bereiche (Vorjahr: plus 11,2 Prozentpunkte). Fragt man nach dem Blick nach vorne, dann schauen beim Handel 12,2 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 12,6 Prozent) mit großer Sorge auf die kommenden Monate.
stats