KPMG: Der neue Online-Warenkorb
 
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Der neue Online-Warenkorb

Preis_King - pixabay.com

Rund die Hälfte der österreichischen Konsumenten hat im Zuge der Corona-Pandemie ihr Kaufverhalten im Internet geändert.

Die aktuelle KPMG Publikation "Online-Shopping: Einkaufsverhalten – wer kauft was, wann und wie" zeigt, dass 48 Prozent der Österreicher online anders einkaufen, als vor der Pandemie. Die Gründe dafür sind vielfältig, so gaben rund 40 Prozent der DACH-Befragten an, dass sie mehr Online-Einkäufe tätigen, weil sie ihre Kontakte auf das Nötigste beschränken möchten. Etwa jeder Dritte Konsument kauft unter anderem deshalb verstärkt im Internet ein, weil ihm die Hygienebestimmungen den Spaß am Shoppen verderben. Darüber hinaus sieht jeder Vierte, dass aus der Not heraus anstatt aus eigener Überzeugung eine Veränderung stattgefunden hat.

"Die kurzfristigen Beweggründe der Konsumenten aufgrund von COVID-19 bewirken langfristige Veränderungen für den Online-Handel", erklärt Peter Humer, Head of Retail & Consumer Markets bei KPMG in Österreich. "Der 'traditionelle' Online-Warenkorb hat sich verändert. Neue Warengruppen – wie zum Beispiel Lebensmittel – sind nun stärker vertreten. Auch die Zusammensetzung der Warenkörbe entwickelt sich ständig weiter: Bücher gemeinsam mit Elektrogeräten und Lebensmitteln – der Online-Shopper kauft nicht nach Produktkategorien, sondern mixt."

Altersgruppen unterscheiden sich

Besonders junge Konsumenten sind - wenig überraschend - online-affin. Ein Drittel der österreichischen Generation Z (18–24 Jahre) gab an, mehr als 60 Prozent ihrer Einkäufe online zu tätigen. Ein recht niedriger Wert im Vergleich zum Nachbar Deutschland: Hier sagen immerhin 56 Prozent der Generation Z, dass mehr als 60 Prozent ihrer Besorgungen im Internet stattfinden. Österreichische Millenials (25–39 Jahre) weisen ein ähnliches Einkaufverhalten wie ihre jüngeren Landsleute auf. 

Wie gestaltet sich der Online-Einkauf der Österreicher? Die Verweildauer im Online-Shop ist im Vergleich zum stationären Handel kurz: In rund zwei Drittel der Fälle beträgt die Aufenthaltsdauer unter 20 Minuten. Fast jeder zweite Online-Shopper kauft mehrmals pro Monat online ein, 14 Prozent sogar mehrmals die Woche.

Einen bevorzugten Einkaufstag gibt es nicht. 69 Prozent geben an, dass sie hinsichtlich des Wochentages keine Präferenz haben. Ebenso viele der Befragten shoppen vorwiegend abends zwischen 18 und 23 Uhr. 77 Prozent der österreichischen Konsumenten brechen den Online-Einkauf ab, wenn die Versandkosten zu hoch sind. 

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