KV-Verhandlungen Handel: Einigung auf 7,3 Pro...
 
KV-Verhandlungen Handel

Einigung auf 7,3 Prozent

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Die Vertreter der Arbeitgeber und -nehmer haben sich auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt, die angekündigten Streiks sind somit vom Tisch.

Es ist geschafft, die Gewerkschaften und Arbeitgeber des Handels haben einen Konsens bei den KV-Verhandlungen getroffen. 7,3 Prozent mehr Lohn wird es für die Angestellten in der Sparte durchschnittlich geben. Konkret bedeutet das, dass Gehälter um mindestens 145 Euro steigen. Eine Lohnerhöhung zwischen 7 und 8,67 Prozent ist das Resultat. Die von der Gewerkschaft geforderten 8,5 Prozent wurden somit nicht ganz erreicht, stellenweise aber doch.

Abgeblasen sind mit der Einigung die Streiks, bei denen Beschäftigte von 300 Unternehmen teilgenommen hätten. Die angekündigten Tage dafür - Freitag, 2. und Samstag, 3.12. - werden somit regulär ablaufen. Den Handelsunternehmen hätte das Ausfallen eines Weihnachts-Wochenendes durchaus weh getan. Neben Baumärkten, dem Buchhandel und Textilgeschäften war auch ein Streik bei Vertretern des LEH geplant.

"Für uns war es sehr wichtig, dass wir einen dauerhaft wirksamen Gehaltsabschluss über der zugrunde gelegten Inflationsrate für alle und eine stärkere Anhebung der unteren Gehaltsgruppen erreichen konnten. Eine Einmalzahlung wäre auf Perspektive ein riesiges Verlustgeschäft für die Beschäftigten gewesen. Es steht ja den Handelsbetrieben frei, zusätzlich zur kollektivvertraglichen Erhöhung steuerfreie Prämien auf betrieblicher Ebene zu gewähren", so die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA, Helga Fichtinger.

Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sagt zu dem Ergebnis: "Die Gewerkschaft hat sich für die lineare Erhöhung entschieden. Das ist aus unserer Sicht bedauerlich, denn das andere Modell hätte unterm Strich mehr gebracht und außerdem aufgrund der Steuerbefreiung einen enormen Nettovorteil für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet, in vielen Fällen sogar noch heuer. Im Durchschnitt hätte die Prämie rund 1000 Euro netto betragen."

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